MARCUS JOHANUS | THRILLER AUTOR

Harmlos wirkende Wörter, die wir im Alltag gerne und gefahrlos benutzen, können in einem Roman viel Schaden anrichten. Zu ihnen gehören »ziemlich«, »vielleicht« und »eigentlich«. Sie wirken unscheinbar, sind aber brandgefährlich.

Zunächst einmal sind sie ganz normale Wörter, so wie jedes andere auch, also sind sie weder gut noch schlecht. Das bedeutet: Es kommt darauf an, was man mit ihnen macht.

Natürlich kann und sollte ich sie als Autor auch benutzen. Ich muss mir nur bewusst sein, was ich mit ihnen bewirke. Und eben diese Wirkung unterschätzt man als Autor schnell, da wir im Alltag »ziemlich«, »vielleicht« und »eigentlich« sehr häufig benutzen, ohne uns was dabei zu denken.

Gerade im alltäglichen – vor allem im mündlichen – Sprachgebrauch sind »ziemlich«, »vielleicht« und »eigentlich« häufig Füllwörter. Deswegen überhören wir sie meistens. Wir nehmen sie in der Regel nicht ernst. Erst in bestimmten Situationen entfalten sie plötzlich eine Dynamik, die unangenehm werden kann.

[…]

Weiter geht es auf Marcus Blog …

Quelle: MARCUS JOHANUS | THRILLER AUTOR

Ich liebe …

Ich liebe das Lesen.

Ich liebe das Schreiben.

Ich liebe Bücher.

Was ich nicht liebe, ist zu prokrastinieren. Aber wenn schon kein Weg an der Aufschieberitis vorbei führt, dann sollte es doch wenigstens etwas mit Büchern zu tun haben. Also habe ich mich zur Abwechslung an einer Bücherfaltmethode versucht und das Ergebnis könnt ihr auf dem Foto sehen.

Wie gefällt es euch? Geht ihr auch manchmal völlig neue Wege, wenn euch die Aufschieberits überkommt?

P.S. Ich liebe nicht nur Bücher, sondern auch meine Frau und meine Tochter. Danke, dass ihr meine Schreib-Marotte so tapfer ertragt. 🙂

Links zum Artikel:

15 Wege um kreativ zu bleiben

15_Wege_um_kreativ_zu_bleiben_klein

 

Es ist manchmal gar nicht so einfach, kreativ zu bleiben. Wenn du wieder mal festhängst und bei deinem Schreibprojekt nicht weiter kommst, dann …

1.    … geh doch einfach mal von deinem Computer weg. Gewinne Abstand, lasse andere Dinge auf dich wirken und plötzlich ist die Idee, wie es weitergehen soll, auch schon da.
2.    … erstelle Listen. Namenslisten, eine Liste von Orten, von ungewöhnlichen Gegenständen, magischen Symbolen oder auch eine Liste von Listen, die du noch erstellen willst. Irgendwann kannst du sicher etwas von diesen Listen gebrauchen.
3.    … solltest du immer ein Notizbuch und Stift mit dir herum tragen. Denn wenn schon die Idee kommt, dann schreib sie auf.
4.    … mache Pausen. Diese sind wichtig. Es bietet sich zum Beispiel die Pomodoro-Technik an.
5.    … sei offen für Neues. Durch neue Eindrücke und Erfahrungen verknüpft dein Gehirn vorhandene Informationen zu neuen. Und schon ist der zündende Gedanke da.
6.    … umgib dich mit anderen kreativen Menschen. Vernetze dich mit ihnen und ihr profitiert gegenseitig von euren Erfahrungen und eurem Wissen.
7.    … lasse es zu Fehler zu machen. Aus Fehlern kann man sehr viel lernen. Mache es das nächste Mal eben besser. Übung macht den Meister. Also übe, übe, übe, …
8.    … höre eine andere Musikrichtung, als du es bisher getan hast. Immer nur Heavy Metal im Ohr? Vielleicht kommt der Gedankenblitz bei einem Klavierkonzert?
9.    … brich doch einfach die Regeln. Keine Schreibregel ist in Stein gemeißelt!
10.    … schnapp dir ein Wörterbuch, schlag wahllos eine Seite auf und lies sie dir durch. Inspirierend, oder etwa nicht?
11.    … sing unter der Dusche. Hört doch niemand. Aber wie oft hast du schon gehört, dass Menschen unter der Dusche die besten Ideen hatten? Eben! Also, worauf wartest du?
12.    … suche neue Orte auf. Mache eine Reise. Aber vielleicht soll es ja auch nur der Besuch eines Museums oder einer Ausstellung sein, der bei dir wieder alles zum Laufen bringt.
13.    … räum doch zwischendurch deinen Arbeitsplatz auf. Es ist zwar schön, dass du mit 10 Fingern blind schreiben kannst, aber es wäre doch trotzdem besser, wenn du den Monitor auch sehen könntest. Am Ende stellst du sonst fest, das dein PC gar nicht angeschaltet war.
14.    … fange einen Satz an und beende ihn immer wieder anders.
15.    … finde einen 15. Weg um kreativ zu bleiben.

Links zum Artikel:

Der Trick ist, aus dem Schreiben erst gar nicht rauszukommen | MARCUS JOHANUS

Oft lese ich, dass Autoren Schwierigkeiten haben, “in das Schreiben hineinzufinden”. Oder in die richtige Stimmung zu kommen, Inspiration zu finden etc. Mit anderen Worten: Sie kämpfen damit Schreibblockaden zu überwinden.

Das Problem ist, dass das Leben meistens so turbulent und fordernd ist, dass Muße, Inspiration und die richtige Stimmung nicht von alleine kommen.

Deswegen ist meiner Meinung nach der beste Trick, aus dem Schreiben einfach nie so richtig rauszukommen. Hier ein paar Ideen, wie man das anstellen kann.

Die vier wichtigen und richtigen Punkte gibt es auf Marcus Blog zu lesen:

Quelle: Der Trick ist, aus dem Schreiben erst gar nicht rauszukommen | MARCUS JOHANUS

Index Card in 5 Minuten

Index Card ist eine App, die auf keinem iPad fehlen sollte.
Du kannst dir die App wie eine virtuelle Pinnwand vorstellen, auf der du deine Notizen und Texte anbringst und organisiert.
So lassen sich z.B. Handlungsabläufe deines Romans festelegen. Der Täter taucht schon früher auf? Kein Problem! Einfach die entsprechende Karte an die neue Position verschieben.

Wer die App zum ersten Mal sieht und Scrivener kennt, dem wird die Ansicht bekannt vorkommen. Übrigens, ein Export zu Scrivener ist problemlos möglich. Wenn du Scrivener nutzt, dann ist diese App umso mehr eine „muss-unbedingt-aufs-iPad-App“.

Doch jetzt schauen wir uns die App zusammen genauer an:


 

  1. Hier wird die Ansicht (Korkwand, Outline, Spalten) festgelegt.
  2. Projekte anzeigen, neu anlegen, umbenennen (dazu weiter unten mehr).
  3. Einige Infos zur App selber, Zugriff auf eine FAQ, Kontakt zum Hersteller und eine kleine Statistik zum aktuellen Projekt.
  4. Der Name des aktuell ausgewählten Projektes.
  5. Einstellungsmenü (detailliert weiter unten).
  6. Das aktuelle Projekt teilen (siehe unten).
  7. eine neue Karte erstellen.
  8. Die Karten bearbeiten (siehe unten für Details).
  9. Es werden Zusatzinfos bei den Karten in der rechten oeberen Ecke angezeigt. Die Nummer der Karte und ob sich auf der „Rückseite“ weitere Informationen befinden.
  10. Du kannst auch Kartenstapel anlegen. Ein Fingertipp auf solch einen Stapel zeigt sämtliche Karten dieses Stapels an. Auch im „Column View“ werden die einzelnen Karten eines Stapels sichtbar.
  11. Karten können auch Fotos enthalten. Angezeigt werden diese, wenn man in den Einstellungen den „Storyboard-Modus“ aktiviert.
  12. Im unteren Bereich bekommt man eine kurze Statistik angezeigt, wie viele Wörter, bzw. Zeichen das Projekt enthält.

 

So sieht die „Outline“ Ansicht von Index Card aus. Wie viel Text angezeigt wird, kannst du im Einstellungsmenü beeinflussen: „Gliederung vergrößern“ Ein/Aus.

 

Die „Column View“ Ansicht von Index Card. Karten aus einem Kartenstapel werden jetzt untereinander angezeigt. Mittels Wischgeste nach links oder rechts kannst du durch das gesamte Projekt scrollen.

 

  1. Ein Klick auf das „+“ und du legst ein neues Projekt an.
  2. Der Projektname, Datum des letzten Zugriffs und ein Haken der zeigt, dass es das aktuell geöffnete Projekt ist.
  3. Hier kannst du bestehende Projekte bearbeiten. Siehe nächstes Bild.
  4. Um die Übersicht bei mehreren Projekten zu bewahren, kannst du hier deine Projekte sortieren. Alphabetisch, nach einer festgelegten Reihenfolge, oder auch nach Datum. Außerdem besteht die Möglichkeit von hier aus Projekte aus der Dropbox oder iTunes zu importieren.

 

Hast du den Bearbeitungsmodus aktiviert, dann kannst du jetzt …

  1. die Reihenfolge der Projekte manuell festlegen. Wenn die Projekte zwischendurch z.B. nach Datum sortiert wurden, dann kommst durch klick auf den mittleren Button wieder zu deiner Sortierreihenfolge zurück.
  2. Ein Klick auf ein Projekt und der Name lässt sich ändern. Mit Klick auf das rote Minus-Symbol löscht du Projekte, was du durch einen zweiten Klick bestätigen musst.

 

Im „Einstellungen“ Menü gibt es mehrere Möglichkeiten Index Card an deinen persönlichen Geschmack anzupassen.

  1. Dir gefällt der Kork-Hintergrund nicht? Dann hast du die Wahl zwischen einem dunklen und hellen Hintergrund.
  2. Schriftart und -größe kannst du hier schnell ändern.
  3. In diesem Bereich legst du Dinge fest, die das Aussehen von Karten beeinflussen. Auch kannst du einen Bestätigungston aktivieren. Ich persönlich finde den aber sehr störend.
  4. Das Tutorial-Projekt lädt gerade dazu ein, dass du damit rumspielst, um die einzelnen Funktionen kennenzulernen. Gleichzeitig ist es auch eine art Anleitung. Solltest du das Projekt gelöscht haben, oder es so dermaßen durcheinander geschoben haben, dass du nichts mehr damit anfangen kannst. Keine Panik! Hier kannst du das Tutorial wiederherstellen.
    Unter „Namen bearbeiten“ findest du die Farben der Karten und die dazu gehörige Bezeichnung. Im Standard etwas langweilig, aber du kannst ja die rote Karte mit Action benennen, die grüne mit Dialog usw.
  5. Zuvor gemachte Backups werden hier wiederhergestellt.
    Unter „Autor-Info“ legst du den Namen und Email fest und auch, ob diese Info automatisch bei einem exportierten Projekt hinzugefügt werden soll.

 

Mittels „Teilen“ speicherst du dein Projekt auf verschiedene Art. Es folgt dann immer der folgende Dialog mit verschiedenen Auswahlmöglichkeiten:

  • TXT erzeugt eine Textdatei ohne Formatierungen.
  • RTF enthält Überschriften und Einrückungen.
  • PDF mit Schnittmarken. So erhälst du quasi deine Karten 1:1, die du nur noch ausschneiden musst.
  • PDF enthält wie auch RTF Überschriften und Einrückungen.
  • NDXCRD V4 ist das Format von Index Card. Ideal zum Austausch mit anderen IC4 Benutzern oder auch zur Datensicherung.
  • OPML lässt sich z.B. von einigen Mindmap-Programmen öffnen.
  • indexcard V3 ist das Format der Vorgängerversion.
  • SCRIV ist das Format der Wahl, wenn du dein Projekt mit Scrivener weiter bearbeiten möchtest.

 

Wenn du im Start Bildschirm auf das „+“ für eine „Neue Karte“ klickst, dann öffnet sich … eine neue Karte 😉 mit den folgenden Möglichkeiten:

  1. Die Farbe der Karte festlegen. Die Bezeichnung lässt sich im Einstellungsmenü festlegen, wie ich es zuvor schon geschrieben habe.
  2. Mit dem Häkchen bei „Entwurf“ beeinflusst du die Darstellung. Standardmäßig werden alle Karten als Entwurf angelegt. Wenn du später entscheidest, dass du an dieser Szene, bzw. Karte nichts mehr ändern möchtest, nimmst du einfach das Häkchen raus. Ab dann wird diese Karte in der Korkwand mit grauem Text versehen und ist leichter zu finden. Außerdem wird sie beim Export ausgelassen!
  3. Hier schaltest du auf die „Rückseite“ der Karte um und kannst weitere Notizen/Texte eingeben. Die Karte bekommt dann ein kleines Symbol in der Übersicht verpasst, sofern du das in den Einstellungen aktiviert hast.
  4. Dieser Bereich ist im Grunde selbsterklärend. Irgendwo muss ja der Titel der Karte und der Inhalt geschrieben werden. 🙂
  5. Soll die Karte ein Foto bekommen, dann kannst du hier eins auswählen oder mit der Kamera eins aufnehmen. Fotos werden in der Übersicht angezeigt, wenn der „Storyboard-Modus“ in den Einstellungen aktiviert ist.

 

Nach dem Klick auf „Bearbeiten“ kannst du eine oder mehrere Karten auswählen. Ausgewählte Karten bekommen rechts unten einen blauen Kreis mit einem Häkchen drin.

  1. Ausgewählte Karten werden dupliziert, also Kopien angelegt.
  2. Move verschiebt Karten in ein anderes Projekt.
  3. Hast du Karten innerhalb einen Kartenstapels ausgewählt, dann werden sie mit einem Klick auf diesen Button wieder im Hauptbildschirm als einzelne Karte abgelegt.
  4. Hier kannst du ausgewählte Karten einem bereits bestehenden Kartenstapel zuordnen oder auch einen neuen Kartenstapel anlegen.

Das war es auch schon. Du bist am Ende der kleinen Einführung zu Index Card angekommen. Ich hoffe, du konntest einen Einblick gewinnen, was die App für dich leisten kann oder hast vielleicht sogar noch einen Kniff mitgenommen, den du bisher noch nicht kanntest.
Noch Fragen oder Kommentare? Immer her damit. 😉

Links zum Artikel:

Das Bekannte mit dem Außergewöhnlichen verbinden | Marcus Johanus

Niemand will Romane lesen, in denen Menschen wie du und ich alltägliche Dinge verrichten. Es will aber auch keiner Romane lesen, die nichts mehr mit der eigenen Erfahrungen und Lebenswelt zutun haben. Hier gilt es eine schwierige Balance zu wahren.

Außergewöhnliches als Ursprung des Geschichtenerzählens

Geschichten handeln schon immer von außergewöhnlichen Erlebnissen, Heldentaten oder unglaublichen Begebenheiten. Gibt es kein Ereignis, das verblüffend, überraschend oder eindrucksvoll ist,gibt es eigentlich auch keinen Grund, eine Geschichte zu erzählen.

[Weiter geht es auf Marcus Blog …]

Quelle: Marcus Johanus | Über das Schreiben

Wie Catchphrases deinen Roman verbessern können / Marcus Johanus

„Mein Name ist Bond. James Bond.“ Wer kennt diesen Satz nicht? Er ist fast berühmter als die Figur selbst. Sogar Menschen, die nie einen James-Bond-Film bis zum Ende durchgehalten haben, kennen das Zitat. Es demonstriert eindrucksvoll, wie wirksam Catchphrases sind.

 

Was genau sind Catchphrases?

Eine Catchphrase ist ein (meist kurzer) Satz, der eindeutig einer Figur im Roman (oder einem anderen erzählenden Medium) zugeordnet werden kann und sie charakterisiert.

Im Falle des James-Bond-Beispiels ist […]

Weiter geht es auf Marcus Blog:

Quelle: Marcus Johanus | Über das Schreiben