Ist Lesen Zeitverschwendung?

Es ist 12:30 Uhr – Mittagspause – ich greife zu einem Buch oder meinen Ebook-Reader. Ich fange an zu lesen, dann folgen die ersten Kommentare meiner Kollegen. „Lesen ist doch Zeitverschwendung“ oder „Mir ist das zu anstrengend“ oder „… zu langweilig“ Eine Augenbraue zieht sich bei mir nach oben … Du verstehst nicht, warum ich lese? Nun, hier sind einige Gründe, weshalb ich gerne lese (und das mitnichten nur in der Mittagspause).

#1 Lesen bildet
Ich interessiere mich für viele Themen, zu denen ich dann oft längere Artikel oder auch Sachbücher lese. Ob Technik, Medizin oder ferne Länder. Mein Horizont erweitert sich ganz automatisch. Das Gehirn hat mit jedem gelesenen Buch weitere Informationen, die es miteinander verknüpfen kann. Neue Ideen können entstehen. Was auch wichtig für den nächsten Punkt auf meiner Liste ist.

#2 Lesen hilft beim Schreiben
Durch das Lesen von Sachbüchern oder Romanen wächst ständig mein Wortschatz an. Das Gefühl für die Sprache und der Schreibstil werden immer besser. Die Kommunikationsfähigkeit verbessert sich ebenfalls zum Vorteil.

#3 Lesen ist günstig
Klar, ein Hardcover für 25€ ist eine Menge Geld. Aber es muss ja nicht immer neu sein. Viele Bücher, teilweise auch absolute Neuheiten, gibt es gebraucht z.B. bei Booklokker oder Amazon für einen Bruchteil des Neupreises. Auch ein Gang in die Bibliothek lohnt sich, da man dort in der Regel nichts oder nur eine geringe Jahresgebühr für den Leihausweis bezahlen muss. So halten sich meine Kosten in Grenzen.

#4 Lesen ist großartige Unterhaltung
Ob es ein Erlebnis im finsteren Mittelalter ist, oder es mich in der Geschichte auf den Mars verschlägt. Das ganze Abenteuer passt bequem in meine Tasche und kann jederzeit von mir betreten werden. Und dazu noch ohne jede Werbeunterbrechung.

#5 Lesen macht kreativer
Die Vorstellungskraft wird beim Lesen geschult. Mein Kopf(kino) lässt die Bilder zum Text selbst entstehen. Ich bekomme nichts vorgekaut, wie das z.B. bei einem Kinobesuch der Fall wäre.

#6 Lesen reduziert Stress
Bis zu meiner Mittagspause kann es enorm hektisch gewesen sein. Also Buch aufschlagen und abschalten. Abtauchen in fremde Welten und den bisherigen Arbeitstag hinter mir lassen. Danach bin ich wie ausgewechselt und der Rest des Arbeitstages kann kommen.

#7 Lesen hilft beim Einschlafen
Auch wenn der Arbeitstag komplett hinter mir liegt, hilft mir das Lesen. Oft genug kreisen noch meine Gedanken um die Geschehnisse des Tages. Also Buch auf und wieder abschalten.

Nur zur Information, da die Frage bestimmt gekommen wäre: Ich lese im Durchschnitt 1 Buch pro Woche. Mal etwas länger, mal etwas kürzer. So komme ich über das Jahr auf 50-60 gelesene Bücher. Dazu empfehle ich einen interessanten Artikel von Tim, der ein super Blog hat. Der Link ist unter diesem Artikel zu finden.

Ist für dich Lesen Zeitverschwendung? Oder erkennst du dich in meinen Punkten wieder? Hast du ganz andere Gründe die dich zum Lesen motivieren? Dann lass sie mich wissen. Ich freue mich über deinen Kommentar.

Links zum Artikel:

 

11 Antworten auf „Ist Lesen Zeitverschwendung?“

  1. Im Sommer hab ich mir diese Frage auch hin und wieder anhören können und ich finde es wirklich schade, dass so viele Menschen nichts mehr mit dem Lesen anfangen können. Aber ich finde toll, dass du dich davon nicht von deiner Leidenschaft für das Lesen abbringen lässt 😉

  2. Ich bin mir ziemlich sicher, das Menschen, die so etwas über Bücher und das Lesen sagen, noch nie das Glück hatten, ein richtig gutes Buch zu lesen. Sonst würden sie es nicht für Zeitverschwendung halten.

  3. Bei der Überschrift bin ich kurz erschrocken – weil sich für mich diese Frage nicht stellt, nie gestellt hat.

    Ich finde es auch traurig, dass es so viele gibt, die überhaupt nichts oder fast nie lesen. Lesen bereichert das Leben und gehört für mich dazu wie Essen und Trinken. Schwer vorstellbar, wie es wäre, Analphabet zu sein oder aus Unlust nichts zu lesen.

  4. Lesen ist niemals Zeitverschwendung, im Gegenteil.
    Sehr gut verwendete Zeit.
    Es trifft alles zu, was Sascha Mrowka erläutert. Danke dafür.
    Kann ihm nur zustimmen!
    Solange es mir mein Augenlicht erlaubt, werde ich lesen und schreiben. (Wegen meiner Aufschieberitis muss meine Website noch warten.) Lese zu viel.
    Gruß Tine

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