Das iPad mini – meine (Reise)Schreibmaschine

Es ist noch gar nicht so lange her, da war ich froh über mein Netbook. Schließlich war es einigermaßen kompakt, um es überall dabei zu haben, wenn ich unterwegs schreiben wollte. Es hatte mir auch immer zuverlässig gedient. Doch einige Dinge hatten mich am Ende mehr und mehr genervt, so dass eine Veränderung erfolgen musste.

Im April dieses Jahres ging ich kurzerhand in einen Elektronikladen und habe mir ein iPad mini gekauft. Was soll ich sagen? Mein Netbook konnte gar nicht so schnell gucken, wie es auf dem Abstellgleis landete.

Ich will nicht groß auf die Hardware eingehen. Nur drei Punkte, die im Vergleich zum Netbook um Welten besser sind:

  • keine langen Bootzeiten; auf Knopfdruck ist es sofort einsatzbereit
  • die Akkulaufzeit ist laaaaaang
  • es ist nochmal wesentlich kompakter als das Netbook

Doch das iPad ist nichts ohne die Apps. Zwei möchte ich kurz vorstellen, die zum Schreiben einfach nur genial sind. Absolute „muss man haben“ Apps:


Index Card (von DenVog, LLC)

Wer Scrivener auf dem Mac oder PC nutzt, dem wird Index Card bekannt vorkommen, ähnelt es doch der Korkwand von Scrivener.

Man kann damit wunderbar seine Ideen entwickeln. Einfach seine Karteikarten vollschreiben, die man auf der Rückseite mit weiteren Notizen versehen kann, einfärben oder mit anderen zusammenklammern. Natürlich lassen sich die Karten auch hin- und herschieben. So, wie man es auch von Scrivener kennt.

Und keine Angst: Alles lässt sich mit Scrivener synchronisieren. Dazu gibt es auf Youtube ein Video, wo dieses genau erklärt wird.

IndexCards

Textkraft (von Infovole)

Eine weitere App, die ich nicht missen möchte, ist Textkraft. Man sollte sich jetzt nicht von dem Screenshot abschrecken lassen, denn viele Funktionen kann man auch einfach ausblenden, wenn man diese nicht benötigt.

Textkraft ist ein mächtiges Werkzeug, wenn man an seinen Texten arbeiten will. Es ist ein Synonym-Wörterbuch dabei, welches offline funktioniert und daher jederzeit zur Verfügung steht. Wählt man ein Wort im Text aus, erscheinen sofort Alternativen, die per Fingerdruck umgehend angenommen werden können.

Die Textgröße lässt sich stufenlos zoomen, was ich sehr angenehm finde, da meine Augen nicht mehr die besten sind.

Nachtrag: Beim Update auf iOS7 gab es einige Probleme mit dieser App. Diese wurden aber zügig behoben, so dass diese App wieder einwandfrei läuft. An dieser Stelle eine riesiges DANKE an den Hersteller.

Textcraft

Zum Schluss möchte ich sagen, dass der Kauf des iPad mini einer der nützlichsten in den letzten Jahren war. Noch nie zuvor habe ich unterwegs so viel geschrieben, wie es jetzt der Fall ist. An die Bildschirm-Tastatur musste ich mich erst gewöhnen, aber inzwischen schreibe ich auf ihr auch enorm schnell. An meinem Arbeitsplatz habe ich zusätzlich eine Bluetooth-Tastatur deponiert, die ich in meiner Pausenzeit anbinde, und schreibe dann mit dem gleichen Tempo, wie es zuhause an meinem Mac der Fall ist.

Es gibt noch einige Apps, die ich gerne benutze und die für Autoren nützlich sind. Die werde ich ein anderes Mal hier vorstellen.

Wie ist es denn bei Dir? Nutzt Du auch ein Tablet für unterwegs? Welche Apps benutzt Du zum Schreiben?

Über Kommentare würde ich mich freuen.

16 Antworten auf „Das iPad mini – meine (Reise)Schreibmaschine“

  1. Hallo Sascha,
    dein Artikel kam genau richtig, da wir morgen in Urlaub fliegen. Danke! Vor allem die Indexcards sind im Augenblick interessant.
    Darüber hinaus warte ich sehnsüchtig darauf, dass sich Papyrus und das iPad endlich näher kommen.

  2. Hey Sascha, hab zwar auch ein iPad, aber das Schreiben will mir darauf nicht so recht gelingen. Viel besser klappt’s für mich mit dem Macbook Air 11″. „Textcraft“ sieht aber super aus, vielleicht kann ich dem iPad ja neben Spielereien so doch noch was abgewinnen! LG Tim

    1. Hallo Tim, eine richtige Tastatur ziehe ich auch immer vor. Aber für unterwegs ist die Bildschirmtastatur des iPads voll okay. Übung macht bekanntlich den Meister. 😉
      Ja, Textcraft ist eine super App. Ich kann sie nur jedem empfehlen der viel mit dem iPad schreibt.

  3. Als Androidnutzer ist „Kingsoft Office“ meine Wahl für unterwegs. Aber schreiben auf einem Bildschirm ist wirklich gewöhnungsbedürftig. Wie gehst du mit dem fehlenden haptischen Feedback um? 🙂

    Grüße,
    Linus

    1. Hallo Linus,

      ich habe mich sehr schnell an die „Touch-Tastatur“ gewöhnt. Das hatte ich mir wesentlich schwerer vorgestellt. Allerdings habe ich mir für meinen Arbeitsplatz extra eine Bluetooth-Tastatur zugelegt, mit der ich in meinen Pausen rasend schnell schreiben kann. 🙂

      Gruß
      Sascha

  4. Endlich mal jemand, der die geniale Textkraftapp auch schätzt. Wobei ich die von Dir beschriebene Funktion gar nicht so nutze. Aber die Lösungen zum Navigieren und Markieren sind so genial, tausendmal besser als die iOS-Varianten. Und dann die großartige Groß/Kleinschreibfunktion. Besonders praktisch bei Überarbeitungen, wo viel Markiert und gelöscht werden muss und wo plötzlich andere Wörter den Satzanfang bilden und großgeschrieben werden müssen.

    Noch ein Tipp für die iOS-Tastatur: wenn man in den Einstellungen statt „deutsch“ „qwertz“ wählt, dann fehlen ä, ö, ü und ß. Das ist gut, weil dann die anderen Tasten etwas größer werden. Und das ist nicht schlimm, weil man ä etc. schreiben kann, in dem man über dem a noch oben wischt, so dass man nicht den umständlichen Auswahldialog braucht. Da gewöhnt man sich sehr schnell dran. Die gewonnenen Millimeter finde ich sehr hilfreich (und ich habe noch nichtmal ein iPad mini).

  5. Interessante Übersicht 👍 😀

    Ich nutze unterwegs das iPad Air zusammen mit Ulysses for iPad und habe (iCloud) alle Texte auch auf dem Rechner (Ulysses OS X) immer aktuell.

    Beste Grüße

    1. Hallo,

      mit Ulysses hatte ich auch schon mal geliebäugelt. Konnte mich aber nicht an das Konzept auf dem Mac gewöhnen. Dort kommen hauptsächlich Scrivener und Papyrus Autor zum Einsatz. Zum schnellen reinhacken von Text auf dem iPad nutze ich iA Writer.

      Gruß
      Sascha

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

5 × 1 =