Index Card in 5 Minuten

Index Card ist eine App, die auf keinem iPad fehlen sollte.
Du kannst dir die App wie eine virtuelle Pinnwand vorstellen, auf der du deine Notizen und Texte anbringst und organisiert.
So lassen sich z.B. Handlungsabläufe deines Romans festelegen. Der Täter taucht schon früher auf? Kein Problem! Einfach die entsprechende Karte an die neue Position verschieben.

Wer die App zum ersten Mal sieht und Scrivener kennt, dem wird die Ansicht bekannt vorkommen. Übrigens, ein Export zu Scrivener ist problemlos möglich. Wenn du Scrivener nutzt, dann ist diese App umso mehr eine „muss-unbedingt-aufs-iPad-App“.

Doch jetzt schauen wir uns die App zusammen genauer an:


 

  1. Hier wird die Ansicht (Korkwand, Outline, Spalten) festgelegt.
  2. Projekte anzeigen, neu anlegen, umbenennen (dazu weiter unten mehr).
  3. Einige Infos zur App selber, Zugriff auf eine FAQ, Kontakt zum Hersteller und eine kleine Statistik zum aktuellen Projekt.
  4. Der Name des aktuell ausgewählten Projektes.
  5. Einstellungsmenü (detailliert weiter unten).
  6. Das aktuelle Projekt teilen (siehe unten).
  7. eine neue Karte erstellen.
  8. Die Karten bearbeiten (siehe unten für Details).
  9. Es werden Zusatzinfos bei den Karten in der rechten oeberen Ecke angezeigt. Die Nummer der Karte und ob sich auf der „Rückseite“ weitere Informationen befinden.
  10. Du kannst auch Kartenstapel anlegen. Ein Fingertipp auf solch einen Stapel zeigt sämtliche Karten dieses Stapels an. Auch im „Column View“ werden die einzelnen Karten eines Stapels sichtbar.
  11. Karten können auch Fotos enthalten. Angezeigt werden diese, wenn man in den Einstellungen den „Storyboard-Modus“ aktiviert.
  12. Im unteren Bereich bekommt man eine kurze Statistik angezeigt, wie viele Wörter, bzw. Zeichen das Projekt enthält.

 

So sieht die „Outline“ Ansicht von Index Card aus. Wie viel Text angezeigt wird, kannst du im Einstellungsmenü beeinflussen: „Gliederung vergrößern“ Ein/Aus.

 

Die „Column View“ Ansicht von Index Card. Karten aus einem Kartenstapel werden jetzt untereinander angezeigt. Mittels Wischgeste nach links oder rechts kannst du durch das gesamte Projekt scrollen.

 

  1. Ein Klick auf das „+“ und du legst ein neues Projekt an.
  2. Der Projektname, Datum des letzten Zugriffs und ein Haken der zeigt, dass es das aktuell geöffnete Projekt ist.
  3. Hier kannst du bestehende Projekte bearbeiten. Siehe nächstes Bild.
  4. Um die Übersicht bei mehreren Projekten zu bewahren, kannst du hier deine Projekte sortieren. Alphabetisch, nach einer festgelegten Reihenfolge, oder auch nach Datum. Außerdem besteht die Möglichkeit von hier aus Projekte aus der Dropbox oder iTunes zu importieren.

 

Hast du den Bearbeitungsmodus aktiviert, dann kannst du jetzt …

  1. die Reihenfolge der Projekte manuell festlegen. Wenn die Projekte zwischendurch z.B. nach Datum sortiert wurden, dann kommst durch klick auf den mittleren Button wieder zu deiner Sortierreihenfolge zurück.
  2. Ein Klick auf ein Projekt und der Name lässt sich ändern. Mit Klick auf das rote Minus-Symbol löscht du Projekte, was du durch einen zweiten Klick bestätigen musst.

 

Im „Einstellungen“ Menü gibt es mehrere Möglichkeiten Index Card an deinen persönlichen Geschmack anzupassen.

  1. Dir gefällt der Kork-Hintergrund nicht? Dann hast du die Wahl zwischen einem dunklen und hellen Hintergrund.
  2. Schriftart und -größe kannst du hier schnell ändern.
  3. In diesem Bereich legst du Dinge fest, die das Aussehen von Karten beeinflussen. Auch kannst du einen Bestätigungston aktivieren. Ich persönlich finde den aber sehr störend.
  4. Das Tutorial-Projekt lädt gerade dazu ein, dass du damit rumspielst, um die einzelnen Funktionen kennenzulernen. Gleichzeitig ist es auch eine art Anleitung. Solltest du das Projekt gelöscht haben, oder es so dermaßen durcheinander geschoben haben, dass du nichts mehr damit anfangen kannst. Keine Panik! Hier kannst du das Tutorial wiederherstellen.
    Unter „Namen bearbeiten“ findest du die Farben der Karten und die dazu gehörige Bezeichnung. Im Standard etwas langweilig, aber du kannst ja die rote Karte mit Action benennen, die grüne mit Dialog usw.
  5. Zuvor gemachte Backups werden hier wiederhergestellt.
    Unter „Autor-Info“ legst du den Namen und Email fest und auch, ob diese Info automatisch bei einem exportierten Projekt hinzugefügt werden soll.

 

Mittels „Teilen“ speicherst du dein Projekt auf verschiedene Art. Es folgt dann immer der folgende Dialog mit verschiedenen Auswahlmöglichkeiten:

  • TXT erzeugt eine Textdatei ohne Formatierungen.
  • RTF enthält Überschriften und Einrückungen.
  • PDF mit Schnittmarken. So erhälst du quasi deine Karten 1:1, die du nur noch ausschneiden musst.
  • PDF enthält wie auch RTF Überschriften und Einrückungen.
  • NDXCRD V4 ist das Format von Index Card. Ideal zum Austausch mit anderen IC4 Benutzern oder auch zur Datensicherung.
  • OPML lässt sich z.B. von einigen Mindmap-Programmen öffnen.
  • indexcard V3 ist das Format der Vorgängerversion.
  • SCRIV ist das Format der Wahl, wenn du dein Projekt mit Scrivener weiter bearbeiten möchtest.

 

Wenn du im Start Bildschirm auf das „+“ für eine „Neue Karte“ klickst, dann öffnet sich … eine neue Karte 😉 mit den folgenden Möglichkeiten:

  1. Die Farbe der Karte festlegen. Die Bezeichnung lässt sich im Einstellungsmenü festlegen, wie ich es zuvor schon geschrieben habe.
  2. Mit dem Häkchen bei „Entwurf“ beeinflusst du die Darstellung. Standardmäßig werden alle Karten als Entwurf angelegt. Wenn du später entscheidest, dass du an dieser Szene, bzw. Karte nichts mehr ändern möchtest, nimmst du einfach das Häkchen raus. Ab dann wird diese Karte in der Korkwand mit grauem Text versehen und ist leichter zu finden. Außerdem wird sie beim Export ausgelassen!
  3. Hier schaltest du auf die „Rückseite“ der Karte um und kannst weitere Notizen/Texte eingeben. Die Karte bekommt dann ein kleines Symbol in der Übersicht verpasst, sofern du das in den Einstellungen aktiviert hast.
  4. Dieser Bereich ist im Grunde selbsterklärend. Irgendwo muss ja der Titel der Karte und der Inhalt geschrieben werden. 🙂
  5. Soll die Karte ein Foto bekommen, dann kannst du hier eins auswählen oder mit der Kamera eins aufnehmen. Fotos werden in der Übersicht angezeigt, wenn der „Storyboard-Modus“ in den Einstellungen aktiviert ist.

 

Nach dem Klick auf „Bearbeiten“ kannst du eine oder mehrere Karten auswählen. Ausgewählte Karten bekommen rechts unten einen blauen Kreis mit einem Häkchen drin.

  1. Ausgewählte Karten werden dupliziert, also Kopien angelegt.
  2. Move verschiebt Karten in ein anderes Projekt.
  3. Hast du Karten innerhalb einen Kartenstapels ausgewählt, dann werden sie mit einem Klick auf diesen Button wieder im Hauptbildschirm als einzelne Karte abgelegt.
  4. Hier kannst du ausgewählte Karten einem bereits bestehenden Kartenstapel zuordnen oder auch einen neuen Kartenstapel anlegen.

Das war es auch schon. Du bist am Ende der kleinen Einführung zu Index Card angekommen. Ich hoffe, du konntest einen Einblick gewinnen, was die App für dich leisten kann oder hast vielleicht sogar noch einen Kniff mitgenommen, den du bisher noch nicht kanntest.
Noch Fragen oder Kommentare? Immer her damit. 😉

Links zum Artikel:

E-Books als Werkzeug zum Überarbeiten | Marcus Johanus

Marcus Johanus hat auf seinem Blog einen interessanten Artikel verfasst, wie er seine Texte überarbeitet. Die Methode wende ich ganz ähnlich an, so das ich auf seinen Artikel verweisen möchte: 

Um eigene Texte effizient überarbeiten zu können, ist es wichtig, eine neue Perspektive einzunehmen. Alles, was dazu dient, Distanz zum selbstgeschriebenen Romanprojekt, aufzubauen, kann dabei helfen, mit den Augen eines Lektors und nicht mit denen eines Autors einen Text zu verbessern. Es gibt viele Methoden, um diesen Effekt zu erreichen. Eine der wichtigsten dürfte darin bestehen, den Text eine Weile liegen zu lassen, um eine Distanz aufzubauen. Manche schwören auch darauf, das Manuskript auszudrucken, um ihm dann mit dem Rotstift zu Leibe zu rücken. Andere lesen sich den Text laut vor oder lassen ihn lesen. Auch Kombinationen dieser Methoden sind natürlich möglich.

[…]

Weiter geht es auf dem Blog von Marcus…

Quelle: E-Books als Werkzeug zum Überarbeiten | Marcus Johanus

NaNoWriMo 2014

In knapp zwei Wochen ist es wieder so weit. Dann startet der NaNoWriMo und weltweit wird wieder in die Tasten gehauen, um in 30 Tagen einen Roman mit 50.000 Wörtern zu schreiben.

Dieses Jahr wird meine dritte Teilnahme am NaNoWriMo sein. Und es wird Zeit einmal zurückzublicken, einen kleinen Ausblick zu wagen und eine Schnell-Checkliste aufzustellen, wie ich gut durch die 30 Tage komme.

Im Jahr 2012 schickte ich meinen “Der Maler” auf die NaNoWriMo-Reise. Ein blutiger Thriller, von dem ich nur den Anfang und das Ende im Kopf hatte. Die ganze Zwischenhandlung entstand im Laufe des Schreibprozesses. Improvisation pur, was mir die Angelegenheit auch nicht immer leicht machte. Nach dem NaNoWriMo 2012 hatte ich eine rohe Rohfassung vor mir liegen, deren Überarbeitung mühselig war.

Gut einen Monat vor Start des NaNoWriMo 2013 hatte ich mir Zeit genommen, und die Handlung von “Das Instrument” ausgearbeitet. Der Liebesroman wurde in seine Handlungsabschnitte aufgeteilt und ein grober Zeitrahmen erstellt, wann welcher Abschnitt fertig geschrieben sein musste, damit ich den NaNoWriMo erfolgreich zu Ende bringen konnte. Die Mission konnte ich erfolgreich abschließen.
Und gelernt habe ich daraus: Gut geplant ist halb geschrieben.

Der Roman liegt immer noch in seiner Rohfassung in meiner Schublade, da die Geburt meiner Tochter meine volle Aufmerksamkeit erforderte. Auch jetzt steht sie im Mittelpunkt. Und das Schreiben?
Ich bin schon seit jeher ein Frühaufsteher und habe eine gute halbe bis ganze Stunde geschrieben, bevor die Pflicht ruft. Unterwegs, oder in der Mittagspause auf der Arbeit, habe ich mein iPad parat. Auf diesem schreibe ich dann mit iaWriter an meinen Texten weiter. Zu diesem Zweck habe ich immer eine kompakte Bluetooth-Tastatur parat. Zwar schreibe ich auch auf der Touch-Tastatur relativ schnell, aber nichts ist besser als richtige Tasten.
Übrigens, mit Dropbox halte ich meine Dateien zwischen iPad und iMac synchron. So kann ich auf meinem iMac mit FocusWriter weiterschreiben und umgekehrt.
Eine weitere Lehre konnte ich ziehen: Nutze jede Minute zum Schreiben! Kleinvieh macht auch Mist. 😉

Für dieses Jahr habe ich mein NaNoWriMo-Projekt in 10 Kapitel aufgeteilt. So habe ich jeweils 3 Tage pro Kapitel zeit, um dieses mit jeweils 5.000 Wörtern abzuschließen.

Nun zu ein paar Punkten, über die man sich im Vorfeld im Klaren sein sollte – meine Schnell-Checkliste – um es sich beim NaNoWriMo nicht unnötig schwer zu machen:

  • Welches Genre soll bedient werden? Krimi, Thriller, ein Liebesroman? Oder doch lieber der Fantasyroman?
  • Welche Charaktere sollen in deinem Roman spielen? Hast du Namen festgelegt? Kennst du ihre Stärken und Schwächen, ihre Hobbys und weißt, wie sie aussehen? Weißt du wie deine Charaktere sprechen (wichtig für Dialoge)?
  • Welche Erzählperspektive willst du verwenden? Ich-Erzähler? Allwissender Ich-Erzähler? Dritte Person?
  • Wo spielt der Roman? In welchem Land? In einem Dorf, in einer Stadt? Oder auf einem Schiff, das mitten im Ozean treibt?
  • Wann spielt der Roman? Vergangenheit? Gegenwart? Zukunft? Willst Du Rückblenden verwenden? Bist du dir über den Handlungsablauf im Klaren?

Auf der technischen Seite empfehle ich den Zen-Editor “FocusWriter”, zum ablenkungsfreien Schreiben und der auch Funktionen, wie Tagesziele und Wörterzählung mitbringt.
Die „Dropbox“ sei all denen empfohlen, die auch auf ihrem Smartphone/Tablet unterwegs schreiben.

Bestimmt fallen dir noch weitere wichtige Dinge ein. Über einen Kommentar würde ich mich freuen. Was ist für dich wichtig? Welche Hilfsmittel nutzt du für den NaNoWriMo? Wo schreibst du? Wenn du möchtest, dann werde mein Writing-Buddy. Suche einfach nach „Saratxe“ auf der Seite von NaNoWriMo.

Ich wünsche dir einen erfolgreichen NaNoWriMo 2014

Links zum Artikel:

AIM für LibreOffice

Vor längerer Zeit habe ich auf das Buch von Richard Norden “Kreativ mit der Matrix” hingewiesen.
Die darin beschriebene Methode eignet sich hervorragend dazu, um Ideen für seine Schreib-Projekte zu finden.

Wie ich damals bereits festellte:
Genial einfach – einfach genial

Auch verlinkte ich auf eine Excel-Tabelle, mit der man seine Methode am Mac/PC praktizieren kann.
Inzwischen scheint jene Datei aber nicht mehr verfügbar zu sein.
Diesen Umstand, und den, dass ich auf meinem privaten Rechner nur LibreOffice habe, nahm ich zum Anlass,
um eine entsprechende Tabelle für das kostenlos erhältliche Office-Paket zu erstellen.
Dabei musste ich einen Kompromiss eingehen, denn Makros sind nicht ohne weiteres in LibreOffice verfügbar,
beziehungsweise gestaltet sich die Weitergabe kniffliger, als dass bei Excel der Fall ist, wo das Makro einfach
in der Datei eingebettet wird.

Außerdem stellt das Aktivieren von Makros oder das Ausführen aus fremden Quellen, immer ein gewisses Sicherheitsrisiko dar.

Meine Lösung kommt daher völlig ohne Makros aus!

Dafür sind nur einige Mausklicks notwendig:

Öffnen Sie die in der ZIP-Datei enthaltene Beispiel-Datei in LibreOffice, oder öffnen Sie die Blanko-Datei, wenn Sie zum nachvollziehen dieser Anleitung bereits eigene Begriffe eingeben möchten.

Nachdem Sie alle Begriffe eingegeben haben, rufen Sie das Menu „Daten -> Sortieren…“ auf …

… und lassen Sie die Spalte A Zufallszahlen sortieren. Die Spalte ist in der Tabelle ausgeblendet, sortiert wird sie aber trotzdem. Sie sorgt dafür, dass die Matrix mit jedem Sortiervorgang komplett gemischt wird. So erhalten Sie immer neue Assoziative Wortpaare.
Hinweis: Der Cursor muss sich beim Sortieren immer in der Spalte B Begriffe befinden!

Wechseln Sie nun auf das Tabellenblatt Matrix

… und freuen sich an dem Ergebnis. Sie können diese vier Seiten nun ausdrucken und sich dann gleich an die Arbeit machen und ihre Ideen zu den Wortpaaren aufschreiben.

Ich wünsche viel Erfolg und Einfälle mit dieser Methode.

An dieser Stelle möchte ich Sean McVail danken, der bei mir ein Aha-Erlebnis ausgelöst hat und somit diese Tabelle erst möglich gemacht hat.
Setzen Sie die Tabelle erfolgreich ein? Oder haben Sie Verbesserungswünsche? Ich freue mich über jeden Kommentar.

Links zum Artikel:

FocusWriter in 5 Minuten

FWI5MHinweise

Seit einiger Zeit empfehle ich FocusWriter für ablenkungsfreies Schreiben über meinen Twitter-Account. FocusWriter nutze ich seit ein paar Jahren. Warum? Weil das Schreibprogramm im Vergleich zu ähnlichen „Zen-Schreibprogrammen“ für verschiedene Betriebssysteme erhältlich ist. Die Oberfläche (obwohl man sie die meiste Zeit nicht sieht) ist immer gleich. Egal  ob ich FocusWriter auf meinem iMac oder auf einem Windows PC einsetze.

In diesem Tutorial möchte ich auf Funktionen und Einstellungen eingehen, die viele Fragen beantworten werden, die mich in der Vergangenheit erreichten.
Die Bildschirmfotos zeigen das Programm auf einem Mac. Die Menüs, bis auf das „Einstellungen“-Menü, befinden sich unter Windows an der gleichen Stelle. Beziehungsweise gibt es das „Einstellungen“-Menü, auf einem Mac, doppelt, was vermutlich auch zu den Fragen führt, die mich immer wieder erreichen.
In diesem Tutorial unterscheide ich deshalb auch zwischen „FocusWriter -> Einstellungen -> …“ und „Einstellungen -> …“ was aber nur die Mac-User betrifft. Windows Nutzer finden alle Einstellungen unter „Einstellungen -> …“ Logisch, oder? 😉
Jetzt aber genug der verwirrenden Worte, los geht’s.

Allgemeine Einstellungen

Unter „FocusWriter -> Einstellungen -> Allgemein“ findet man die Einstellungen zum Tagesziel. Du hast hoffentlich ein Tagesziel! 😉 Ich finde die Funktion unverzichtbar. Zum Beispiel beim NaNoWriMo, um auch wirklich die 50.000 Wörter in 30 Tagen (1.667 am Tag) zu schaffen.
Du hast jeden Tag nur 30 Minuten Zeit? Dann stelle diese Zeit als dein Tagesziel ein. Den Fortschritt deines Tagesziels kannst du sehen, sobald du mit dem Mauszeiger an den unteren Rand des Programmfensters kommst.

Kommen wir zu „FocusWriter -> Einstellungen -> Allgemein -> Bearbeitung“
„Immer mittig ausrichten“ bewirkt, dass die aktuelle Schreibposition immer in der Mitte des Bildschirms ist. Vergleichbar mit dem Schreiben auf einer Schreibmaschine, wo die aktuelle Zeile auch immer an derselben Position ist, während das Papier nach oben geschoben wird.
„Eingabemarkierung als Block darstellen“ habe ich bei mir ebenfalls aktiviert. Der Textcursor wandelt sich vom schmalen Strich zu einem dicken Block. So kann ich ihn besser erkennen. Das ist aber Geschmackssache und eine Frage der eigenen Sehstärke.
„Geglättete Schriften“ ist selbsterklärend. Pixelige Schriften werden geglättet und sehen dadurch besser aus.
Unter „Typographische Anführungszeichen“ stellt man seine gewünschten Zeichen ein. Diese Einstellung sollte auch keiner Erklärung bedürfen.
„Tippgeräusche“ habe ich bei mir deaktiviert. Wer unbedingt dem Klang einer alten Schreibmaschine lauschen möchte, der kann hier ein Häkchen machen.

Eine wichtige Funktion findet man unter „FocusWriter -> Einstellungen -> Allgemein -> Szenen“. Wer einen Roman mit FocusWriter schreibt, der sollte sich angewöhnen seine Szenen mit dem hier eingestellten Teiler zu markieren.

Zum Beispiel:

## Kapitel 1 – Das Treffen
[Hier dann der Text]
## Kapitel 2 – Der Anruf
[Hier dann wieder Text]
usw

Die so markierten Szenen tauchen auf der linken Seite des Programmfensters auf, sobald man mit der Maus in diesen Bereich kommt. Soll eine Szene verschoben werden, dann kann man einfach eine mit der Maus anklicken und mit festgehaltener Maustaste an die gewünschte Position ziehen.

Unter „FocusWriter -> Einstellungen -> Allgemein -> Speichern“ solltest du „Änderungen automatisch speichern“ angewählt haben. Auch die „Positon der Eingabemarkierung merken“ ist hilfreich. So befindet man sich nach einem Programm-Neustart an genau der Stelle, an der man mit dem Schreiben aufgehört hat.

Kommen wir zu „FocusWriter -> Einstellungen -> Statistiken“. Hier wird eingestellt, ob Wörter, Seiten usw gezählt werden sollen. Auch stellt man hier die Seitengröße ein, z.B. 1800 Zeichen für eine Normseite.

Die aktuelle Statistik siehst du, sobald du mit dem Mauszeiger an den unteren Rand des Programmfensters kommst.

„FocusWriter -> Einstellungen -> Allgemein -> Rechtschreibprüfung“ habe ich deaktiviert. Nicht weil ich fehlerlos schreibe, sondern weil mich die roten Kringel einfach nur ablenken und mich die korrekte Rechtschreibung bei einem Entwurf auch in keiner Weise interessiert. Wenn ich mit meinem Text inhaltlich zufrieden bin, kann ich die Funktion immer noch über die Symbolleiste oder das entsprechende Tastaturkürzel aufrufen und die Jagd nach Fehlern beginnen.

Unter „FocusWriter -> Einstellungen -> Symbolleiste“ kann man seine Funktionen an- und abwählen, die man in der Symbolleiste angezeigt bekommen möchte. Hier kann man z.B. die Rechtschreibprüfung ergänzen und zukünftig mit einem Klick starten.

Die Symbolleiste erscheint, sobald man mit dem Mauszeiger den oberen Rand des Programmfensters erreicht.

Damit die Symbolleiste auch erscheint, muss im Menü „Einstellungen“ das Häkchen bei „Symbolleiste zeigen“ gesetzt sein.

Wer Tastaturkürzel nutzen möchte, der kann unter „FocusWriter -> Einstellungen -> Shortcuts“ die entsprechenden Funktionen mit Tastenkombinationen belegen.

Design Einstellungen

Unter „Einstellungen -> Designs…“ kann man das Aussehen von FocusWriter seinem eigenen Geschmack anpassen. Klicke auf „Hinzufügen“ um ein Design zu erstellen, oder wähle ein bestehendes aus und gehe auf „Ändern“, wenn du es bearbeiten möchtest. Auch ein „Entfernen“ von Designs ist möglich, wenn es dir nicht mehr gefällt.

„Stil“ stellt Anzeige-Optionen bereit, wenn Du ein Bild als Hintergrund ausgewählt hast (dazu auf den leeren Rahmen klicken). Bei „Farbe“ wählst du die Farbe für den äußeren Bereich.

In den Einstellungen für den „Vordergrund“ kann man ebenfalls eine Farbe auswählen. Persönlich habe ich bei Vorder- und Hintergrund dieselbe Farbe eingestellt.
Bei „Größe“ stellt man die Breite ein, die als Schreibfläche genutzt werden soll.

Unter „Text“ stellt man die Farbe des Textes ein und welche Schriftart man verwenden möchte. Diese Einstellung vermutet hier offenbar niemand, da dies die meist gestellte Frage ist. „Wo stelle ich die Schriftart ein?“ Die Frage ist hiermit beantwortet. 😉

Und weitere Einstellungen finden sich unter „Abstände“.

Alle Einstellungen unter „Einstellungen ->Design…“ hängen vom persönlichen Geschmack ab. Daher sollte jeder ausprobieren, wie sich Einstellungen auf die Darstellung des Textes auswirken. Einfach einen langen Text laden und mit den Optionen rumspielen. Vergeude damit aber nicht zu viel Zeit. Schließlich willst du ja auch noch einen Roman schreiben. 😉

Weitere Funktionen

Ein Blick ins „Bearbeiten“-Menü. Zwei Menüpunkte kurz erklärt.
„Rohtext einfügen“. Im Gegensatz zum normalen „Einfügen“, werden hier alle Formatierungen des Textes aus der Zwischenablage vor dem Einfügen entfernt.
Dann noch zu „Szene auswählen“. Du erinnerst dich an die Verwendung des Teilers, der Standardmäßig als zwei Rauten ## eingestellt ist? Egal wo du dich im Text befindest. Mit „Szene auswählen“ wird genau die Textstelle markiert, die mit einer ## eingeleitet wurde und reicht bis zur nächsten Markierung, sofern vorhanden. Einfach ausprobieren.

Unter „Einstellungen -> Hervorgehobener Text“ stellt man das Verhalten der Textdarstellung ein. Hervorgehoben wird immer der Text, in der sich der Textcursor befindet.

Unter „Werkzeuge -> Wecker“ kann man sich von FocusWriter zu einer festgelegten Uhrzeit oder nach einer bestimmten Zeitdauer wecken, bzw. erinnern lassen. So lässt sich z.B. leicht die Pomodoro Technik zum Schreiben nutzen.

Schlußworte

Geschafft. Du bist am Ende meines Tutorials für FocusWriter angelangt. Ich hoffe, dir konnte diese kleine Funktionsübersicht weiterhelfen.
Hast du noch Fragen, Anmerkungen, Lob oder Kritik? Ich freue mich über deinen Kommentar.

Eine letzte Bitte:
FocusWriter kann kostenlos runtergeladen werden. Wenn dir das Programm gefällt, dann lasse dem Programmierer ein Trinkgeld zwischen 1$ und 20$ über Paypal zukommen. Danke. 🙂

Links zum Artikel:

Webtipp: Blindtexte erstellen

Jetzt hast du einen Artikel für dein Blog erstellt, wo du einige Vorzüge von deinem Lieblings-Schreibprogramm zeigen möchtest, und zur Verdeutlichung sollen noch ein paar Bildschirmfotos beigefügt werden. Doch ohne Text sieht das Bildschirmfoto wenig einladend aus und manche Funktionen lassen sich ohne Text auch nicht darstellen.
Also schnell Text reinkopieren – aber halt! Willst du etwa Text aus deinem aktuellen Schreibprojekt auf diese Weise der Öffentlichkeit zeigen, auch wenn es nur ein kleiner Ausschnitt ist? Nein, auf keinen Fall. Also etwas Zeit opfern und sich mal eben auf die Schnelle einen Text ausdenken… auch das muss nicht sein, denn das Problem lässt sich mit wenigen Mausklicks elegant lösen.

Auf der Seite Blindtextgenerator einfach den gewünschten Blindtext wählen, die Summe der Wörter oder Zeichen auswählen, die Anzahl der Absätze eingeben und das Ergebnis in die Zwischenablage kopieren. Fertig!
Du hast Zeit gespart, die du besser in dein aktuelles Schreibprojekt, oder für deinen nächsten Blog-Artikel nutzen kannst.

Hier die gewünschten Einstellungen machen…

…und fertig ist der Screenshot mit dem Text.

Links zum Artikel:

Das iPad mini – meine (Reise)Schreibmaschine

Es ist noch gar nicht so lange her, da war ich froh über mein Netbook. Schließlich war es einigermaßen kompakt, um es überall dabei zu haben, wenn ich unterwegs schreiben wollte. Es hatte mir auch immer zuverlässig gedient. Doch einige Dinge hatten mich am Ende mehr und mehr genervt, so dass eine Veränderung erfolgen musste.

Im April dieses Jahres ging ich kurzerhand in einen Elektronikladen und habe mir ein iPad mini gekauft. Was soll ich sagen? Mein Netbook konnte gar nicht so schnell gucken, wie es auf dem Abstellgleis landete.

Ich will nicht groß auf die Hardware eingehen. Nur drei Punkte, die im Vergleich zum Netbook um Welten besser sind:

  • keine langen Bootzeiten; auf Knopfdruck ist es sofort einsatzbereit
  • die Akkulaufzeit ist laaaaaang
  • es ist nochmal wesentlich kompakter als das Netbook

Doch das iPad ist nichts ohne die Apps. Zwei möchte ich kurz vorstellen, die zum Schreiben einfach nur genial sind. Absolute „muss man haben“ Apps:


Index Card (von DenVog, LLC)

Wer Scrivener auf dem Mac oder PC nutzt, dem wird Index Card bekannt vorkommen, ähnelt es doch der Korkwand von Scrivener.

Man kann damit wunderbar seine Ideen entwickeln. Einfach seine Karteikarten vollschreiben, die man auf der Rückseite mit weiteren Notizen versehen kann, einfärben oder mit anderen zusammenklammern. Natürlich lassen sich die Karten auch hin- und herschieben. So, wie man es auch von Scrivener kennt.

Und keine Angst: Alles lässt sich mit Scrivener synchronisieren. Dazu gibt es auf Youtube ein Video, wo dieses genau erklärt wird.

IndexCards

Textkraft (von Infovole)

Eine weitere App, die ich nicht missen möchte, ist Textkraft. Man sollte sich jetzt nicht von dem Screenshot abschrecken lassen, denn viele Funktionen kann man auch einfach ausblenden, wenn man diese nicht benötigt.

Textkraft ist ein mächtiges Werkzeug, wenn man an seinen Texten arbeiten will. Es ist ein Synonym-Wörterbuch dabei, welches offline funktioniert und daher jederzeit zur Verfügung steht. Wählt man ein Wort im Text aus, erscheinen sofort Alternativen, die per Fingerdruck umgehend angenommen werden können.

Die Textgröße lässt sich stufenlos zoomen, was ich sehr angenehm finde, da meine Augen nicht mehr die besten sind.

Nachtrag: Beim Update auf iOS7 gab es einige Probleme mit dieser App. Diese wurden aber zügig behoben, so dass diese App wieder einwandfrei läuft. An dieser Stelle eine riesiges DANKE an den Hersteller.

Textcraft

Zum Schluss möchte ich sagen, dass der Kauf des iPad mini einer der nützlichsten in den letzten Jahren war. Noch nie zuvor habe ich unterwegs so viel geschrieben, wie es jetzt der Fall ist. An die Bildschirm-Tastatur musste ich mich erst gewöhnen, aber inzwischen schreibe ich auf ihr auch enorm schnell. An meinem Arbeitsplatz habe ich zusätzlich eine Bluetooth-Tastatur deponiert, die ich in meiner Pausenzeit anbinde, und schreibe dann mit dem gleichen Tempo, wie es zuhause an meinem Mac der Fall ist.

Es gibt noch einige Apps, die ich gerne benutze und die für Autoren nützlich sind. Die werde ich ein anderes Mal hier vorstellen.

Wie ist es denn bei Dir? Nutzt Du auch ein Tablet für unterwegs? Welche Apps benutzt Du zum Schreiben?

Über Kommentare würde ich mich freuen.