Ich liebe …

Ich liebe das Lesen.

Ich liebe das Schreiben.

Ich liebe Bücher.

Was ich nicht liebe, ist zu prokrastinieren. Aber wenn schon kein Weg an der Aufschieberitis vorbei führt, dann sollte es doch wenigstens etwas mit Büchern zu tun haben. Also habe ich mich zur Abwechslung an einer Bücherfaltmethode versucht und das Ergebnis könnt ihr auf dem Foto sehen.

Wie gefällt es euch? Geht ihr auch manchmal völlig neue Wege, wenn euch die Aufschieberits überkommt?

P.S. Ich liebe nicht nur Bücher, sondern auch meine Frau und meine Tochter. Danke, dass ihr meine Schreib-Marotte so tapfer ertragt. 🙂

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15 Wege um kreativ zu bleiben

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Es ist manchmal gar nicht so einfach, kreativ zu bleiben. Wenn du wieder mal festhängst und bei deinem Schreibprojekt nicht weiter kommst, dann …

1.    … geh doch einfach mal von deinem Computer weg. Gewinne Abstand, lasse andere Dinge auf dich wirken und plötzlich ist die Idee, wie es weitergehen soll, auch schon da.
2.    … erstelle Listen. Namenslisten, eine Liste von Orten, von ungewöhnlichen Gegenständen, magischen Symbolen oder auch eine Liste von Listen, die du noch erstellen willst. Irgendwann kannst du sicher etwas von diesen Listen gebrauchen.
3.    … solltest du immer ein Notizbuch und Stift mit dir herum tragen. Denn wenn schon die Idee kommt, dann schreib sie auf.
4.    … mache Pausen. Diese sind wichtig. Es bietet sich zum Beispiel die Pomodoro-Technik an.
5.    … sei offen für Neues. Durch neue Eindrücke und Erfahrungen verknüpft dein Gehirn vorhandene Informationen zu neuen. Und schon ist der zündende Gedanke da.
6.    … umgib dich mit anderen kreativen Menschen. Vernetze dich mit ihnen und ihr profitiert gegenseitig von euren Erfahrungen und eurem Wissen.
7.    … lasse es zu Fehler zu machen. Aus Fehlern kann man sehr viel lernen. Mache es das nächste Mal eben besser. Übung macht den Meister. Also übe, übe, übe, …
8.    … höre eine andere Musikrichtung, als du es bisher getan hast. Immer nur Heavy Metal im Ohr? Vielleicht kommt der Gedankenblitz bei einem Klavierkonzert?
9.    … brich doch einfach die Regeln. Keine Schreibregel ist in Stein gemeißelt!
10.    … schnapp dir ein Wörterbuch, schlag wahllos eine Seite auf und lies sie dir durch. Inspirierend, oder etwa nicht?
11.    … sing unter der Dusche. Hört doch niemand. Aber wie oft hast du schon gehört, dass Menschen unter der Dusche die besten Ideen hatten? Eben! Also, worauf wartest du?
12.    … suche neue Orte auf. Mache eine Reise. Aber vielleicht soll es ja auch nur der Besuch eines Museums oder einer Ausstellung sein, der bei dir wieder alles zum Laufen bringt.
13.    … räum doch zwischendurch deinen Arbeitsplatz auf. Es ist zwar schön, dass du mit 10 Fingern blind schreiben kannst, aber es wäre doch trotzdem besser, wenn du den Monitor auch sehen könntest. Am Ende stellst du sonst fest, das dein PC gar nicht angeschaltet war.
14.    … fange einen Satz an und beende ihn immer wieder anders.
15.    … finde einen 15. Weg um kreativ zu bleiben.

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Geschichten-Erfinder

Vor einigen Tagen prokrastinierte ich so vor mich hin und stolperte über ein interessantes Kartenspiel, das ich mir sofort bestellt habe.
Einen Tag später fand sich auch schon das Päckchen mit dem Kartenspiel bei mir zuhause und wurde sofort unter die Lupe genommen. Da es (nicht nur) für Autoren eine herrliche Beschäftigung ist, möchte ich es an dieser Stelle kurz vorstellen.

Was bekommt man?

Einen ganzen Stapel Karten, die sich aufteilen in die Kategorien:

  • Setting
  • Protagonist
  • Plot
  • Special

Der Lieferumfang im Überblick

 

Was macht man jetzt damit?

Nun, es gibt keine festen Regeln. Ob solo, oder ob man mit mehreren spielt, es kommen immer interessante Geschichten dabei heraus. Darum geht es ja schließlich, man wird zum Geschichten-Erfinder.
Man zieht also eine oder mehrere Karten aus den oben genannten Kategorien und erfindet dazu eine Geschichte. Ich finde, dieses Kartenspiel ist eine schöne Möglichkeit eine etwaige Schreibblockade zu lösen. Oder wie wäre es eine Kurzgeschichte zu den gezogenen Karten zu schreiben? Oder der Prokrastination ein Schnippchen zu schlagen und ihr einen Sinn zu geben? Auf jeden Fall eine schöne Kreativitätstechnik und (sinnvoller) Zeitvertreib.

Als Beispiel habe ich nachfolgende Karten gezogen:

  • Auf einem Dachboden (Setting)
  • Ein alter Koch (Protagonist)
  • Ein Geheimnis wird gelüftet (Plot)
  • Ein Zollstock spielt verrückt (Special)
  • Ein Ort ist nicht da, wo er sein sollte (Special)

Meine gezogenen Karten …

 

Die Geschichte könnte sich also um einen alten Koch gehen, der in die Küche geht. Aber die Küche ist nicht mehr da. Stattdessen findet er sich unerwartet auf einem Dachboden wieder, wo ein Zollstock ein Eigenleben entwickelt hat und völlig verrückt spielt. Er fängt den Zollstock ein und dieser spricht jetzt auch noch zu ihm … Wie kam es zu den Ereignissen auf dem Dachboden? Warum ist die Küche verschwunden? Und warum überhaupt ist es ein alter Koch? Als er die Küche betreten wollte, war er noch 23 Jahre jung. Fragen über Fragen … Schließlich wird dieses Geheimnis gelüftet.

Ich will jetzt keine Geschichte schreiben, aber das Prinzip dürfte klar sein. Gegebenenfalls zieht man weitere Karten und baut diese in seine Geschichte ein. Wie ich oben schon geschrieben habe, es gibt keine Regeln zu diesem Kartenspiel. Dank der vielfältigen Karten und deren möglichen Kombinationen, wird es immer eine Geschichte geben, die frisch erfunden darauf wartet, erzählt zu werden.

Unter diesem Artikel gibt es einen Link, wo man das Kartenspiel bestellen kann. Viel Spaß und ich freue mich auf eure Kommentare. Und vielleicht schreibt ja einer eine kurze Geschichte in die Kommentare, die er mit diesen Karten erfunden hat.

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UPDATE: Der Artikel ist beim Hersteller nicht mehr lieferbar. Vereinzelt kann man ihn noch auf Amazon finden. Allerdings sind die Preise dafür inzwischen nicht ohne. 🙁

 

Die 7 Todsünden eines Autors

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Welchen Eigenschaften solltest du als Autor auf keinen Fall haben? Hier die 7 Todsünden eines (erfolglosen) Schriftstellers:

1. Du beherrscht das Adlersuchsystem aus dem F und äh F

Okay, du willst deinen Roman also wirklich schreiben, indem deine beiden Zeigefinger ständig über die Tastatur kreisen, um dann im Sturzflug die richtigen Buchstaben zu treffen.
Ein Roman mit 100.000 Wörtern oder mehr wird dann eine lange Reise für dich.
Ich hoffe, du hast dann nicht auch noch Eigenschaft Nummer 2 für dich gepachtet …

2. Du bist ungeduldig

Ein Roman schreibt sich nicht an einem Tag. Es werden Wochen, Monate, vielleicht sogar Jahre vergehen, bis dein Roman fertig geschrieben ist. Ungeduld ist dabei nicht sehr hilfreich.
Dann willst du ihn veröffentlichen, gibst den 800 Seiten Schmöker erstmal ein paar Testlesern, um ein erstes Feedback zu bekommen.
Dafür werden sie etwas Zeit benötigen. Aber in der Zwischenzeit kannst du deinen Roman ja schon ein paar Verlagen anbieten. Angeschrieben sind sie schnell, aber die Antwort… ja, die kann erneut dauern. In der Zeit ist Frodo den Weg zum Schicksalsberg und wieder zurück mindestens dreimal gegangen.

3. Du bist ein Chaot

Es gibt so unendlich viel zu organisieren, wenn du ernsthaft schreiben willst. Deine Texte fliegen irgendwo auf der Festplatte rum? Du findest deine Texte kaum wieder und wenn, dann ist es vielleicht nicht die aktuelle Version?
Verlage schicken dir Dankesschreiben¹, weil du ihnen zum x-ten mal deinen Roman zugeschickt hast, nur weil du keine Übersicht angelegt hast, welchen Verlag du bereits angeschrieben hast? Dein Tagesablauf ist genauso unstrukturiert wie deine Festplatte? Wann deine Schreibzeit ist, weißt du nicht so genau? Chaoten haben es eben … Moment mal, wo habe ich den Zettel mit meinen Notizen hingelegt?

¹ Der Verlag verdient dank dir inzwischen mehr mit Papier-Recycling, als mit dem Verkauf von Büchern.

4. Du bist Perfektionist

Chaot darfst du nicht sein, Perfektionist auch nicht. Irgendwo dazwischen liegst du richtig. Denn Perfektionisten neigen dazu nie fertig zu werden. Nie! Es gibt immer etwas zu verbessern, zu ändern, umzuschreiben, … Perfektionismus = verkleidete Aufschieberitis

5. Du hast keine Disziplin

Schreiben lernt man durch Schreiben. Tag für Tag. Jeden Tag. Und möglicherweise wandert das am Vortag geschriebene im virtuellen Mülleimer. Tja, kann passieren, wird passieren. Dadurch darfst du dich aber nicht entmutigen lassen und musst trotzdem weiterschreiben.

6. Du hast kein dickes Fell

Trotz aller Widrigkeiten hast du deinen Roman fertig geschrieben. Dein Verlag hat ihn veröffentlicht. Meinen Glückwunsch! Jetzt ist er den Lesern hilflos ausgeliefert. Zwar bekommst du Lob, aber auch Kritiken wirst du einstecken müssen. Und die können heftig sein und werden sich in deiner Erinnerung mehr halten, als das Lob. Leg dir also ein dickes Fell zu. Zur Not tut es vielleicht auch der alte Pelzmantel deiner Oma.

7. Du bist kein Lügner

Du sollst immer ehrlich sein, aber nicht beim Roman schreiben. Denn du schreibst eine Geschichte und die wird nicht auf Tatsachen beruhen, sondern von dir von vorne bis hinten erstunken und erlogen sein. Leser lieben Autoren mit langen Nasen und kurzen Beinen. Also lüge und das so gut du kannst.

 

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Kreatief

 

Du steckst im Kreatief? Absoluter Stillstand? Auch eine der unzähligen Kreativitätstechniken bewirkt bei dir nichts?

Es bringt dich nicht weiter, wenn du nur an deinem Schreibtisch sitzt und, außer das du den blinkenden Cursor auf dem Monitor anstarrst, sonst nichts passiert.
Also zieh dich an und gehe raus – völlig ohne Druck. Egal ob du im Winter durch den tiefen Schnee stiefeln musst, oder du im Sommer in Flipflops über die Blumenwiese spazieren gehst. Verhältnismäßig rasch fällt dir etwas Neues ein – Dank der vielen Erlebnisse und Eindrücke, die du bei deinem Spaziergang machen wirst.

Auch der Besuch eines Museums, eines Kinofilms, eines Flohmarkts bewirkt ein kleines Wunder. Überall erwartet dich eine Menge Inspiration. Lass dich einfach treiben und überraschen, wohin es dich verschlägt. Je ungewöhnlicher für dich, umso inspirierender kann es für dich sein.

Keine lust hinauszugehen?

Dann hilft möglicherweise ein Blick in die Tageszeitung weiter, die vollgestopft mit potenziellen Geschichten ist. Und vor ein paar Monaten hattest du dir doch so ein Wissenschaftsmagazin gekauft. Erinnerst du dich? Das liegt auch noch ungelesen auf dem Wohnzimmertisch herum und wartet darauf von dir entdeckt zu werden. Bestimmt kommen dir beim Lesen viele prächtige Ideen.

Und ehe du dich versiehst, bist du raus aus dem Kreatief und wieder in vollem Umfang kreativ. Dann bleibt auch der Cursor auf dem Monitor nicht mehr auf derselben Stelle stehen, sondern rast von Zeile zu Zeile.

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Aufschieberitis

Es ist Wochenende. Endlich hast du Zeit. Du sitzt hoch motiviert am Rechner und nun soll es losgehen. Der Roman, der dir seit geraumer Zeit im Kopf rumgeistert, soll zu Papier gebracht werden. Du träumst schon davon, wie du das fertige Buch für deine Leser auf Lesungen signierst. Die Verkaufszahlen sind gigantisch und finanziell hast du ausgesorgt. Dein Schreibprogramm ist geöffnet und du willst direkt loslegen, da gibt es das vertraute PLING deines Email-Programms – eine Email ist eingetroffen – die kannst du ja noch schnell lesen, dann geht es aber auch wirklich los. Na gut, noch eben rasch bei Facebook reinschauen, wenn du schon dabei bist. Twitter erledigst du natürlich auch gleich mit. Ein interessanter Link… das Telefon klingelt… und plötzlich sagst du dir: Morgen ist ja auch noch ein Tag!

Ablenkungen abschalten! Einfach mal das Netzwerkkabel abziehen, das Kabel vom Telefon gleich mit. Schild an die Tür: Bitte nicht stören! Simpel, aber wirkungsvoll.

Am nächsten Tag siehst du das Endprodukt förmlich vor Augen. Deinen Roman. 500 Seiten sollte er ja schon mindestens haben … eine Trilogie oder ein ganzer Zyklus wäre eigentlich noch besser …
Es ist ja klar, dass du den Roman nicht am Stück schreiben wirst. Aber am Ende liest den dann vielleicht doch niemand. Zweifel kommen auf und die vergeudete Zeit hättest du dann sinnvoller nutzen können. Da meldet sich dein Email-Programm wieder… PLING Ein Freund hat dir einen Link zu einem unterhaltsamen Youtube Video geschickt. Du klickst… Du sagst dir: Morgen, ja morgen geht es aber wirklich los.

Angst vor dem Erfolg?

Du kommst nach Hause. Ein 10-Stunden-Arbeitstag deines Brotjobs liegt hinter dir. Dein Schreibprogramm ist wieder geöffnet. Du gehst in Gedanken, nicht zum ersten Mal,  deine Geschichte durch. Noch bevor du ein Wort geschrieben hast, musst du zur Sicherheit nochmal in einen deiner Schreibratgeber nachschlagen, wie man die Sache mit dem Anfang am besten löst. Schreibe nicht über das Wetter, lasse deinen Protagonisten nicht aus dem Fenster schauen. Du willst schließlich keine Fehler machen. Du willst einen perfekten Roman abliefern.

Perfektionismus ist verkleidete Aufschieberitis. Werde unperfekter!

So ziehen die Tage und Wochen ins Land. Von deinem Roman ist noch kein einziges Wort geschrieben. Du könntest jederzeit anfangen … Aber ohne es zu merken, bist du in der Aufschieberitis-Falle gefangen.

Meine Lösungsvorschläge:

  • Anstatt gleich den Roman als Ganzes zu betrachten, solltest du ihn in kleine Teilaufgaben zerlegen. Entwickel deine Charaktere, plotte deine Handlung. Wenn du recherchieren musst, dann kommt das ebenfalls als Teilaufgabe auf deine Liste, die du Stück für Stück abarbeitest.
  • Gönne dir auch eine Belohnung, wenn du eine Teilaufgabe deines Romans erledigt hast. So bleibst du motiviert. Definiere diese Belohnungen aber vorher!
  • Schaffe dir Rituale (eine Tasse Kaffee zum Anfang, den Bleistift anspitzen, …). Das Gehirn lässt sich leicht in einen Zustand bringen, wo du quasi von selbst schreibst. Gewohnheit ist alles!
  • Schreibe nicht nach deinem Brotjob. Die meisten sind danach völlig ausgelaugt. Stehe täglich eine Stunde eher auf. Beginn dein Ritual und dann hau in die Tasten. Der frühe Vogel fängt den Wurm. Und der frühe Autor schreibt mehr Text.
  • Beseitige Zweifel. Wenn dir Ideen fehlen, dann nutze Kreativitätstechniken (z.B. die AIM), mangelnde Rechtschreibung kann man durch Lernen verbessern, ansonsten gibt es ja auch noch das Korrektorat.
  • Dein Roman muss nicht perfekt sein, denn den „perfekten Roman“ gibt es nicht. Du wirst immer Stellen finden, wo du nochmal eben was ändern musst. Hier ein Wort, dort ein Satz und der Roman wird und wird nicht fertig. Also werde unperfekter.

Bist du immer noch in der Aufschieberitis-Falle gefangen? Dann befreie dich JETZT. 😉
Über Kommentare freue ich mich natürlich auch zu diesem Thema.

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