Das ABC des Schreibens

Anfangen! Kein Roman, keine Kurzgeschichte schreibt sich von selber. Also sag der Aufschieberitis ade und fang an.

Bücher lesen. Viele Bücher lesen. Nicht nur die Bücher der Mitbewerber, auch Fachbücher zu unterschiedlichen Themen inspirieren und bringen dich beim Schreiben weiter.

Charaktere entwerfen. Auch wenn du sie momentan vielleicht nicht benötigst. Es kann niemals schaden, eine große Sammlung an Charakteren in der Schublade zu haben. Irgendwann sagst du dir, in dieser Geschichte würde der Charakter XY hervorragend passen.

Datenbanken eignen sich ausgezeichnet zum Verwalten von Personen, Orten, Gegenständen, Ideen … es gibt keine Grenzen. Ich nutze seit einiger Zeit DEVONthink für mein Dokumentenmanagement, in der sämtliches landet, was ich irgendwann einmal erneut gebrauchen könnte. Dank der Suchfunktion finde ich alles ratzfatz wieder.

E-Books sind meiner Meinung nach die tollste Erfindung seit dem Buchdruck. Mit einem E-Book Reader habe ich meine Lieblingsbücher immer dabei, ohne das ich mich abschleppen muss.

Fokussieren, besonders beim Schreiben. Also nicht ablenken lassen. Ein Schreibprogramm, wie z.B. FocusWriter, hilft dir unter Umständen dabei mehr zu schreiben.

Gymnastikball – Häh? Ja, das ist mein voller Ernst. Meinen Bürostuhl habe ich seit einiger Zeit abgeschafft und sitze stattdessen auf einem Gymnastikball vor dem Schreibtisch. Endlich ein Ende mit dem verkrampften sitzen. Die Bewegung ist nicht nur für den Rücken gut, sondern bringt auch Schwung ins Hirn. Die Kreativität steigt.

Heldenreise – Wer sich mit dem Schreiben beschäftigt, der wird schnell auf dieses Thema stoßen. Viele erfolgreiche Geschichten machen sich dieses System zu Nutze. Dazu in einem zukünftigen Blog-Artikel mehr.

Ideensammlung anlegen und pflegen. Sie kommen und sind ganz schnell wieder verschwunden. Also sorge dafür, dass deine Ideen festgehalten werden. Diktiere sie in dein Smartphone, schreibe sie auf einen Papierfetzen oder meißel sie in Stein. Hauptsache deine Eingebungen gehen nicht verloren und bereichern deine Sammlung. Irgendwann wirst du sie brauchen.

Jahresabo der Zeitschrift Federwelt und/oder Textart. Diese Fachzeitschriften zum Thema Schreiben sollte jeder lesen, der sich ernsthaft mit dem Schreiben und Veröffentlichen befasst. Sie enthalten viele Anregungen und vielleicht schreibst du ja durch einen Tipp aus den Zeitschriften einen Jahrhundertroman. Hat nicht geklappt? Dann nicht jammern, sondern weiterschreiben!

Kreativitätsübungen gibt es jede Menge. Du steckst bei deinem Roman fest? Dann schreibe z.B. eine Kurzgeschichte über eine deiner Figuren. So bleibst du im Schreibfluss und vielleicht kannst du diese Geschichte später in deinem Roman verwenden.

Lektorat gehört zum Schreiben dazu und gibt deinem Roman den letzten Schliff. Viele Ungereimtheiten wirst du dank der Betriebsblindheit nicht selbst entdecken.

Menschen beobachten kann helfen deine Romanfiguren zu entwickeln. Welches Detail macht Person XY einzigartig? Wie würde Person YZ reagieren?

NaNoWriMo – 50.000 Wörter in einem Monat schreiben. Die Zeit läuft gegen dich und das macht es so spannend. Schaffst du es einen Romanentwurf in einem Monat zu schreiben? Selbst wenn nicht, die Erfahrungen die du beim NaNoWriMo machst sind unbezahlbar.

Orthografie ist wichtig, aber unterbreche nicht deinen Schreibfluss, nur weil einige Wörter rot unterkringelt sind. Am besten du schaltest die Rechtschreibprüfung ab. Deinen Entwurf wirst du noch überarbeiten und nochmal überarbeiten. Warum willst du Zeit mit der Korrektur von Wörtern verschwenden, in Textstellen, die bei der Überarbeitung vielleicht aus deinem Roman fliegen? Korrigieren kannst du immer noch am Ende.

Podcast anhören. Zufällig kenne ich einen Hervorragenden, der sich auch mit Schreibthemen befasst: Die SchreibDilettanten

Quälen gehört manchmal zum Schreiben dazu. Du wirst Tage haben an denen nichts gelingen will und du möchtest am liebsten alles in die Tonne werfen. Nicht aufgeben, weiterschreiben. Morgen ist ein neuer Tag und aufgetankt geht es wieder frisch ans Werk.

Radfahren ist Bewegung und Bewegung steigert die Kreativität. Komme bloß nicht auf die Idee, anstatt eines Sattels einen Gymnastikball auf das Rad zu montieren. Das wäre zuviel des Guten.

Schreiben, schreiben, schreiben. Trainiere deinen Schreibmuskel, indem du ihn regelmäßig einsetzt. Auch kleine Schritte führen zum Ziel.

Testleser finden. Irgendwann wirst du deinen Roman anderen zum Lesen geben müssen. Dann wird es hart werden. 10 Leser, 10 Meinungen. Du wirst hochgelobt und dann wieder auf den harten Boden der Tatsachen zurückgeholt werden. Aber es wird dir zeigen, wo im Text es noch hakt, wo du nochmal ran musst. Lass dich nicht entmutigen.

Überarbeiten wirst du deine Texte mehrfach. Zuerst nach dem Entwurf, dann nachdem die ersten Testleser deinen Text auseinandergenommen haben und dann nochmal beim Lektorat. Der Schritt vom Stück Kohle zum Brillanten ist hart. Aber sieht er nicht schön aus, wie er so strahlt?

Vakuum – Hmm, ich habe es im Kopf, aber ich komme nicht drauf. Irgendwann ist halt die Luft raus. Gib nicht auf. Mache eine Kreativitätsübung und zu deiner Verblüffung geht es dann doch wieder weiter. Und über kurz oder lang kommt ein Verlag … und verfilmt soll dein Buch auch werden … Toll!

Wach bleiben, oder schreibt sich dein Roman im Schlaf? Andererseits, vielleicht hast du im Traumland ja eine sensationelle Idee. Aber schreib sie dir bitte nach dem Aufwachen sofort auf.

X-beliebiges Buch aus dem Regal nehmen, wahllos eine Seite aufschlagen und inspirieren lassen.

Yoga verbessert unter anderem die Konzentration. Das kann beim Schreiben nicht schaden, oder?

Zeitmanagement hilft dein Ziel zu erreichen. Du hast keine Zeit zum Schreiben? Warum guckst du dann immer diese langweilige Sendung im Fernsehen? Warum stehst du auf dem Weg zur Arbeit mit deinem Auto lieber im Stau, anstatt mit der Bahn zu fahren, wo du in dein Notizbuch eine Geschichte aufschreiben könntest. Nebenbei wärst du imstande Menschen zu beobachten und in deine Romane einzubauen. Wenn man nur will, dann hat man jede Menge Zeit zum Schreiben.

Das war mein ABC des Schreibens.

Und wie sieht es bei dir aus? Fallen dir noch Dinge ein? Schreib mir doch einen Kommentar…

An dieser Stelle möchte ich noch Tim danken, der mich auf seinem Blog zu diesem Artikel inspiriert hat. 🙂

Links zum Artikel:

Rezension – Wie viele Seiten hat (m)ein eBook?

Wie viele Seiten hat (m)ein eBook? Diese Frage stellt Richard Norden in seinem gleichnamigen, kompakten Ratgeber.

Und die Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten. Schließlich gibt es bei elektronischen Büchern keine richtige Seitenangabe mehr. Hier dominieren Fortschrittsbalken und Prozentanzeige, die darüber informieren, wo im eBook man sich gerade befindet.

Wer jetzt einen Roman oder auch ein Sachbuch als eBook an den Leser bringen will, der sollte eine realistische Seitenangabe seines eBooks machen. Der Käufer eines eBooks will nicht die Katze im Sack kaufen. Schließlich kann man den Umfang eines eBooks nicht anhand der dicke seines Buchrückens einschätzen, wie man es bei einem gedruckten Buch noch oft getan hat.

Der Ratgeber geht auf die wichtigen Details ein, die zur Bestimmung der Seitenzahl bei eBooks ausschlaggebend sind.

Das eBook gliedert sich in drei Teile:

1) Das Ende der Buchseite

In diesem Kapitel geht Richard Norden auf die verschiedenen Probleme ein, die ein einfaches Dieses eBook hat xy Seiten unmöglich machen.

2) Alternativen zur Buchseite

Dieses Kapitel behandelt z.B. die Themen Dateigröße und die gute alte Normseite und ob sich diese Angaben eignen, um die Seitenzahl eines eBooks zu bestimmen.

3) Sachbücher mit Illustrationen

Bei Sachbüchern rücken andere Faktoren in den Vordergrund. Auf diese Besonderheiten geht Richard Norden in diesem Kapitel ein.

Mein Fazit:
Wer ein eBook veröffentlichen möchte und gewillt ist, seinen Lesern im Vorfeld ihrer Kaufentscheidung eine Entscheidungshilfe in die Hand zu geben, dem sei dieser Ratgeber wärmstens empfohlen. Mit ca. 32 Taschenbuchseiten Umfang enthält dieser kompakte Ratgeber alles Wissenswerte, das es zu diesem Thema zu sagen gibt.
Das eBook ist ab sofort bei Amazon.de erhältlich und kostet 2,99 Euro.