Mein NaNoWriMo 2016

Prolog

Bereits vor einigen Wochen habe ich mit den Vorbereitungen für mein diesjähriges Projekt gestartet. Mittlerweile bin ich zum Plotter mutiert, während ich meinen ersten NaNoWriMo noch als Pantser angegangen habe und beinahe an den 50.000 Wörtern gescheitert bin. Diese Erfahrung hat mich dazu gebracht, dass ich seitdem immer die wesentlichen Teile meines Plots plane und ich somit immer weiß, was in dem jeweiligen Textabschnitt passieren wird. Gut vorbereitet habe ich auf den Kalender geschielt, wann denn endlich der 1. November ist, und somit der Startschuss für den NaNo fällt.

Dann der Schock!

Vor ein paar Tagen habe ich gezweifelt, ob ich den NaNoWriMo erfolgreich starten kann. Denn mein iMac zickte nach dem Sierra Update auf die Version 10.12.1 plötzlich herum. Die Jahre zuvor verliefen Updates immer ohne jegliche Probleme. Nach einigen Anfragen in entsprechenden Foren, bin ich auf eine Lösung meines Problems gestoßen. Eine Firewall-Software verhinderte den Start meiner Programme und ließen sie immer abstürzen. Okay, kurzerhand die Firewall deinstalliert und den iMac neu gestartet. Tief durchatmen … Alles wieder in Ordnung. Puh! Der NaNoWriMo 2016 kann kommen. Das Zurückspielen eines Backups konnte ich mir somit sparen.

Eine alte Weisheit drang wieder in mein Bewusstsein:

Never change a running system!

Und ganz besonders nicht wenige Tage vor einem wichtigen Projekt, dass einem am Herzen liegt.

Tag 1

Heute konnte ich meinen freien Tag gut für den NaNoWriMo nutzen.
Zuerst habe ich meine Tochter morgens im Kindergarten abgeliefert und dann hatte ich Zeit, mich meinem Projekt zu widmen. Schnell habe ich mich in meinem Schreibfluss befunden und die Wörter fanden in hohem Tempo Einzug in mein NaNo-Projekt. Zwischendurch immer wieder kleine Pausen eingelegt und am Ende des ersten Tages kann ich auf immerhin 4.035 geschriebene Wörter blicken. Ein gutes Polster für die kommenden 29 Tage, unter denen sich bestimmt so mancher schwache Tag befinden wird. Jedenfalls zeigt mir das die Erfahrung aus den vergangenen Jahren.

Jetzt würde ich gerne wissen, wie ist es dir am ersten Tag ergangen? Das Tagesziel erreicht? Oder gab es Hindernisse, die dich daran gehindert haben? Schreib mir einen Kommentar, ich freue mich über jede Reaktion.

Auszug aus dem Camp NaNoWriMo

Die vergangenen vier Wochen war es recht still um mich. Einige haben mich gefragt, was ich denn zur Zeit machen würde. Nun, ich war im Camp NaNoWriMo. Im Vorfeld hatte ich mein Projekt geplant und mir als Ziel 50.000 Wörter gesetzt, wie die Zielsetzung beim „normalen“ NaNoWriMo im November ja auch ist.

Ich wollte mich nicht noch zusätzlich unter Druck setzen, und habe meine Teilnahme daher nicht an die große Glocke gehängt, denn es war fraglich, ob ich das Camp überhaupt durchziehen kann.
Viele Verpflichtungen zwingen mich aktuell dazu, meine Schreibzeit sehr genau festzulegen, damit ich überhaupt etwas zu Papier bekomme. Aber wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg.

Mein Wecker verrichtete immer um vier Uhr morgens seinen Dienst. Da mein Brotjob erst um sechs Uhr beginnt, blieben mir jeden Tag gut eine Stunde zum Schreiben, bevor ich mich Richtung Arbeitswelt aufmachen durfte. Okay, ich habe zu hören bekommen, dass ich wahnsinnig wäre, aber es ist wie mit allen Dingen. Die Macht der Gewohnheit lässt einen einiges bewältigen. Zugegeben, die ersten Tage kam ich auch nicht so recht in Schwung. Aber schon nach einer Woche war ich so gut im Schreibfluss, dass ich stetig mein Polster beim Camp ausbauen konnte.

Gestern Abend war es dann auch soweit. Nachdem ich den Samstag in drei Schreibsessions unterteilt hatte, konnte ich mein Projekt „Es wird Zeit“ vorzeitig beenden. Am Ende stehen 52.189 Wörter auf der Haben-Seite. Somit kann ich mit geschwollener Brust aus dem Camp ausziehen und habe einen weiteren Entwurf vorliegen, der entsprechend überarbeitet werden kann, wenn etwas Zeit vergangen ist.

Wie geht es weiter?
Nun, ich habe noch einiges an Texten, die ich überarbeiten muss. Dann sind auch weitere Artikel für meinen Blog in Planung, bzw. sind einige schon als Entwurf auf meiner Festplatte. Da einige „How to …“ dabei sind, müssen noch etliche Screenshots angefertigt und passende Markierungen eingefügt werden. Außerdem habe ich damit experimentiert Tutorial-Videos aufzunehmen. Ich denke, das ist auch eine schöne Möglichkeit, den einen oder anderen Softwaretipp verständlich rüberzubringen.
Oder was meint ihr dazu?

Auf jeden Fall: Ich bin noch da! Und hier geht es bald wieder weiter!

Links zum Artikel:

NaNoWriMo – 2 Wochen danach

 

Das war er also, der NaNoWriMo 2014. Jetzt, nachdem 2 Wochen vergangen sind, ist es für mich Zeit einen Blick zurückzuwerfen.

Die ersten 14 Tage verliefen sehr holprig. Allerdings nicht nur für mich. Ein Blick in die Sozialen Netze zeigte, dass das Jahr 2014 viele meiner Writing Buddies an den Rand der Verzweiflung getrieben hat. Einige haben früh das Handtuch geworfen, andere hielten bis zum Schluss durch, sind dann aber doch nicht über die magische Grenze von 50.000 Wörtern gekommen. Gelernt haben aber wieder alle aus diesem Projekt. Auch wenn es vielleicht nur die Lehre war, das Wasser niemals einem Notebook zu nahe kommen sollte. Schon gar nicht, wenn kein Backup der darauf enthaltenen Daten vorhanden ist. Krankheitsfälle zwangen einige ebenfalls zur Aufgabe. In der zweiten Hälfte des NaNoWriMo lief es zumindest für mich besser. Mit Ausnahme des 17. Tages, gelang es mir jeden Tag mein Schreibziel zu erreichen. 2.000 und mehr Wörter sprudelten aus mir heraus. Das wäre mir ohne eine sorgfältige Planung im Vorfeld sicherlich nicht gelungen.
Mein gesetztes Ziel von 60.000 Wörtern habe ich dennoch nicht erreicht. Es sind letztlich “nur” 58,298 Wörter geworden. Für mich aber kein Grund zum Ärgern, schließlich ziert jetzt eine weitere Gewinner-Urkunde mein Schreibzimmer. 🙂

Was nun?

An dem Manuskript werde ich noch weiterschreiben. 90.000 Wörter sollen insgesamt zusammenkommen (z.Z. hat es einen Umfang von knapp 76.000 Wörtern), bis es dann in die Schublade wandert. Dort kann es sich dann von mir erholen und ich mich von ihm. In den Sommermonaten werde ich es mir wieder anschauen und mit frischem Blick das geschriebene kritisch hinterfragen und überarbeiten. Darauf freue ich mich schon. Und vielleicht werde ich 2015 dann auch zum ersten Mal ins Sommercamp einziehen.

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Ein kleiner Lohn für die Strapazen: Winner Logo 2014

 

NaNoWriMo 2014 – Halbzeit

Die ersten 15 Tage des NaNoWriMo 2014 sind vorüber.
Da ich, aus verschiedenen Gründen, dieses Jahr nicht soviel über Twitter und Facebook über meine Fortschritte berichten kann, gebe ich an dieser Stelle eine kleine Übersicht:

Der 1. November kam und war zugleich der Startschuss für den NaNoWriMo. Von mir geschriebene Wörter = 0
Aaargh! Das fing ja gut an. Aber anstatt, das ich am Ende des Tages meine geschriebenen Wörter zählen konnte, war ich fast den ganzen Tag auf der Arbeitsstelle meines Brotjobs und zählte alles, was nicht niet- und nagelfest war. Inventur war angesagt!

Der 2. Tag sah schon besser aus. Obwohl die Zählung noch immer lief, konnte ich mir etwas Zeit freischaufeln und habe an diesem Tag 1.436 Wörter geschrieben. Zwar unter dem Tagessoll, aber immerhin. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen, wie es so schön heißt.

Am 3. Tag war ich immer noch weit vom Tagessoll entfernt und schleppte weiter ein dickes Minus mit mir herum. Magere 648 Wörter brachte ich an diesem Tag nur zustande.

Über meinen 4. Tag brauche ich keine Worte verlieren. Die letzten Tage hatten mich total geschlaucht und das NaNoWriMo-Projekt blieb unangetastet. Kurz: 0 Wörter!

Tag 5 sah schon wieder erfreulicher aus. Pünktlich Feierabend gemacht, eine Tasse Tee getrunken und frisch ans Werk. 1.974 Wörter konnten an diesem Tag so hinzugefügt werden. Es ging aufwärts …

Auch am folgenden Tag sah es vergleichbar gut aus. 1.995 Wörter, den Vortag übertroffen, fanden den Weg in mein NaNoWriMo-Projekt. Dieses verdankte ich auch der Tatsache, das ich Urlaub hatte. *freu*

Ausgeschlafen ging es am 7. Tag weiter. Ein weiterer freier Tag lag vor mir. Am Ende des Tages freute ich mich (und mein Projekt sich mit mir) über frische 5.269 Wörter. Strike!

Am 8. Tag blieb ich über dem Tagessoll. Langsam machte ich wieder Boden gut. 2.099 Wörter kamen dazu.

Mühsam ging es am 9. Tag weiter. Zwar konnte ich das Tagessoll leicht übertreffen, aber viel war an diesem Tag nicht zu holen. Immerhin 1.891 Wörter kamen dazu.

Das erste Drittel lag hinter mir. Erfolgreich schloss ich den Tag mit weiteren 3.442 Wörtern ab. Ich wagte einen Blick auf die NaNoWriMo-Seite und schaute nach, was meine Writing Buddies so trieben. Oh schreck! Tatsächlich waren schon ein paar mit den 50.000 Wörtern fertig. Die Motivation versetzte mir einen Kinnhaken. Zudem wusste ich, am nächsten Tag musste ich wieder zur Arbeit und die Aufholjagd würde nicht mehr in so riesigen Schritten erfolgen können.

Am folgenden 11. Tag kamen somit auch nur 1.222 Wörter hinzu. Sascha, reiß dich am Riemen! Es nutze nichts …

… auch der 12. Tag wurde von mir unter dem Soll abgeschlossen. 1.405 Wörter hinzugefügt und den Tag abgehakt.

Sollte der 13. Tage ein Unglückstag für mich werden? Nein! 1.761 Wörter wurden von mir geschrieben und hielten mich knapp im grünen Bereich.

Zum Glück muss ich freitags nicht so lange arbeiten. Somit konnte ich die Zeit des restlichen Tages gut nutzen. Wieder gelang es mir über dem Tagessoll zu landen. In Wörtern heißt das: 1.671 Stück am 14. Tag.

Samstag, der 15. Tag … erstmal ausschlafen … *lach* meine kleine Tochter lässt das momentan nicht wirklich zu. Aber der frühe Vogel fängt bekanntlich den Wurm. Oder auch 1.978 Wümer … ähm … Wörter.

Das waren meine ersten 15 Tage des NaNoWriMo. Es gab viele Tiefs, aber auch einige sehr gute Hochs. Erneut bestätigt sich, dass eine gute Vorbereitung das A und O sind. Ansonsten hätte ich vermutlich nach den ersten Tagen bereits das Handtuch geschmissen. So aber wusste ich stets, was in dem jeweiligen Kapitel geschrieben werden muss. Als Discovery Writer wäre ich inzwischen verloren gewesen.


Die blaue Kurve zeigt meine aktuelle Gesamt-Wortzahl. Ich liege ganz leicht im Plus. Wenn jetzt noch die grüne Kurve täglich etwas höher wäre…

Ich lasse mich nicht entmutigen und blicke zuversichtlich auf die nächsten 14 Tage. Allen Teilnehmern noch viel Spaß und Erfolg mit euren Projekten. 🙂
Natürlich freue ich mich über eure Kommentare. Wie ist es euch in den ersten 14 Tagen ergangen? Was lief gut, was weniger gut?

Links zum Artikel:

NaNoWriMo 2014

In knapp zwei Wochen ist es wieder so weit. Dann startet der NaNoWriMo und weltweit wird wieder in die Tasten gehauen, um in 30 Tagen einen Roman mit 50.000 Wörtern zu schreiben.

Dieses Jahr wird meine dritte Teilnahme am NaNoWriMo sein. Und es wird Zeit einmal zurückzublicken, einen kleinen Ausblick zu wagen und eine Schnell-Checkliste aufzustellen, wie ich gut durch die 30 Tage komme.

Im Jahr 2012 schickte ich meinen “Der Maler” auf die NaNoWriMo-Reise. Ein blutiger Thriller, von dem ich nur den Anfang und das Ende im Kopf hatte. Die ganze Zwischenhandlung entstand im Laufe des Schreibprozesses. Improvisation pur, was mir die Angelegenheit auch nicht immer leicht machte. Nach dem NaNoWriMo 2012 hatte ich eine rohe Rohfassung vor mir liegen, deren Überarbeitung mühselig war.

Gut einen Monat vor Start des NaNoWriMo 2013 hatte ich mir Zeit genommen, und die Handlung von “Das Instrument” ausgearbeitet. Der Liebesroman wurde in seine Handlungsabschnitte aufgeteilt und ein grober Zeitrahmen erstellt, wann welcher Abschnitt fertig geschrieben sein musste, damit ich den NaNoWriMo erfolgreich zu Ende bringen konnte. Die Mission konnte ich erfolgreich abschließen.
Und gelernt habe ich daraus: Gut geplant ist halb geschrieben.

Der Roman liegt immer noch in seiner Rohfassung in meiner Schublade, da die Geburt meiner Tochter meine volle Aufmerksamkeit erforderte. Auch jetzt steht sie im Mittelpunkt. Und das Schreiben?
Ich bin schon seit jeher ein Frühaufsteher und habe eine gute halbe bis ganze Stunde geschrieben, bevor die Pflicht ruft. Unterwegs, oder in der Mittagspause auf der Arbeit, habe ich mein iPad parat. Auf diesem schreibe ich dann mit iaWriter an meinen Texten weiter. Zu diesem Zweck habe ich immer eine kompakte Bluetooth-Tastatur parat. Zwar schreibe ich auch auf der Touch-Tastatur relativ schnell, aber nichts ist besser als richtige Tasten.
Übrigens, mit Dropbox halte ich meine Dateien zwischen iPad und iMac synchron. So kann ich auf meinem iMac mit FocusWriter weiterschreiben und umgekehrt.
Eine weitere Lehre konnte ich ziehen: Nutze jede Minute zum Schreiben! Kleinvieh macht auch Mist. 😉

Für dieses Jahr habe ich mein NaNoWriMo-Projekt in 10 Kapitel aufgeteilt. So habe ich jeweils 3 Tage pro Kapitel zeit, um dieses mit jeweils 5.000 Wörtern abzuschließen.

Nun zu ein paar Punkten, über die man sich im Vorfeld im Klaren sein sollte – meine Schnell-Checkliste – um es sich beim NaNoWriMo nicht unnötig schwer zu machen:

  • Welches Genre soll bedient werden? Krimi, Thriller, ein Liebesroman? Oder doch lieber der Fantasyroman?
  • Welche Charaktere sollen in deinem Roman spielen? Hast du Namen festgelegt? Kennst du ihre Stärken und Schwächen, ihre Hobbys und weißt, wie sie aussehen? Weißt du wie deine Charaktere sprechen (wichtig für Dialoge)?
  • Welche Erzählperspektive willst du verwenden? Ich-Erzähler? Allwissender Ich-Erzähler? Dritte Person?
  • Wo spielt der Roman? In welchem Land? In einem Dorf, in einer Stadt? Oder auf einem Schiff, das mitten im Ozean treibt?
  • Wann spielt der Roman? Vergangenheit? Gegenwart? Zukunft? Willst Du Rückblenden verwenden? Bist du dir über den Handlungsablauf im Klaren?

Auf der technischen Seite empfehle ich den Zen-Editor “FocusWriter”, zum ablenkungsfreien Schreiben und der auch Funktionen, wie Tagesziele und Wörterzählung mitbringt.
Die „Dropbox“ sei all denen empfohlen, die auch auf ihrem Smartphone/Tablet unterwegs schreiben.

Bestimmt fallen dir noch weitere wichtige Dinge ein. Über einen Kommentar würde ich mich freuen. Was ist für dich wichtig? Welche Hilfsmittel nutzt du für den NaNoWriMo? Wo schreibst du? Wenn du möchtest, dann werde mein Writing-Buddy. Suche einfach nach „Saratxe“ auf der Seite von NaNoWriMo.

Ich wünsche dir einen erfolgreichen NaNoWriMo 2014

Links zum Artikel: