Index Card in 5 Minuten

Index Card ist eine App, die auf keinem iPad fehlen sollte.
Du kannst dir die App wie eine virtuelle Pinnwand vorstellen, auf der du deine Notizen und Texte anbringst und organisiert.
So lassen sich z.B. Handlungsabläufe deines Romans festelegen. Der Täter taucht schon früher auf? Kein Problem! Einfach die entsprechende Karte an die neue Position verschieben.

Wer die App zum ersten Mal sieht und Scrivener kennt, dem wird die Ansicht bekannt vorkommen. Übrigens, ein Export zu Scrivener ist problemlos möglich. Wenn du Scrivener nutzt, dann ist diese App umso mehr eine „muss-unbedingt-aufs-iPad-App“.

Doch jetzt schauen wir uns die App zusammen genauer an:


 

  1. Hier wird die Ansicht (Korkwand, Outline, Spalten) festgelegt.
  2. Projekte anzeigen, neu anlegen, umbenennen (dazu weiter unten mehr).
  3. Einige Infos zur App selber, Zugriff auf eine FAQ, Kontakt zum Hersteller und eine kleine Statistik zum aktuellen Projekt.
  4. Der Name des aktuell ausgewählten Projektes.
  5. Einstellungsmenü (detailliert weiter unten).
  6. Das aktuelle Projekt teilen (siehe unten).
  7. eine neue Karte erstellen.
  8. Die Karten bearbeiten (siehe unten für Details).
  9. Es werden Zusatzinfos bei den Karten in der rechten oeberen Ecke angezeigt. Die Nummer der Karte und ob sich auf der „Rückseite“ weitere Informationen befinden.
  10. Du kannst auch Kartenstapel anlegen. Ein Fingertipp auf solch einen Stapel zeigt sämtliche Karten dieses Stapels an. Auch im „Column View“ werden die einzelnen Karten eines Stapels sichtbar.
  11. Karten können auch Fotos enthalten. Angezeigt werden diese, wenn man in den Einstellungen den „Storyboard-Modus“ aktiviert.
  12. Im unteren Bereich bekommt man eine kurze Statistik angezeigt, wie viele Wörter, bzw. Zeichen das Projekt enthält.

 

So sieht die „Outline“ Ansicht von Index Card aus. Wie viel Text angezeigt wird, kannst du im Einstellungsmenü beeinflussen: „Gliederung vergrößern“ Ein/Aus.

 

Die „Column View“ Ansicht von Index Card. Karten aus einem Kartenstapel werden jetzt untereinander angezeigt. Mittels Wischgeste nach links oder rechts kannst du durch das gesamte Projekt scrollen.

 

  1. Ein Klick auf das „+“ und du legst ein neues Projekt an.
  2. Der Projektname, Datum des letzten Zugriffs und ein Haken der zeigt, dass es das aktuell geöffnete Projekt ist.
  3. Hier kannst du bestehende Projekte bearbeiten. Siehe nächstes Bild.
  4. Um die Übersicht bei mehreren Projekten zu bewahren, kannst du hier deine Projekte sortieren. Alphabetisch, nach einer festgelegten Reihenfolge, oder auch nach Datum. Außerdem besteht die Möglichkeit von hier aus Projekte aus der Dropbox oder iTunes zu importieren.

 

Hast du den Bearbeitungsmodus aktiviert, dann kannst du jetzt …

  1. die Reihenfolge der Projekte manuell festlegen. Wenn die Projekte zwischendurch z.B. nach Datum sortiert wurden, dann kommst durch klick auf den mittleren Button wieder zu deiner Sortierreihenfolge zurück.
  2. Ein Klick auf ein Projekt und der Name lässt sich ändern. Mit Klick auf das rote Minus-Symbol löscht du Projekte, was du durch einen zweiten Klick bestätigen musst.

 

Im „Einstellungen“ Menü gibt es mehrere Möglichkeiten Index Card an deinen persönlichen Geschmack anzupassen.

  1. Dir gefällt der Kork-Hintergrund nicht? Dann hast du die Wahl zwischen einem dunklen und hellen Hintergrund.
  2. Schriftart und -größe kannst du hier schnell ändern.
  3. In diesem Bereich legst du Dinge fest, die das Aussehen von Karten beeinflussen. Auch kannst du einen Bestätigungston aktivieren. Ich persönlich finde den aber sehr störend.
  4. Das Tutorial-Projekt lädt gerade dazu ein, dass du damit rumspielst, um die einzelnen Funktionen kennenzulernen. Gleichzeitig ist es auch eine art Anleitung. Solltest du das Projekt gelöscht haben, oder es so dermaßen durcheinander geschoben haben, dass du nichts mehr damit anfangen kannst. Keine Panik! Hier kannst du das Tutorial wiederherstellen.
    Unter „Namen bearbeiten“ findest du die Farben der Karten und die dazu gehörige Bezeichnung. Im Standard etwas langweilig, aber du kannst ja die rote Karte mit Action benennen, die grüne mit Dialog usw.
  5. Zuvor gemachte Backups werden hier wiederhergestellt.
    Unter „Autor-Info“ legst du den Namen und Email fest und auch, ob diese Info automatisch bei einem exportierten Projekt hinzugefügt werden soll.

 

Mittels „Teilen“ speicherst du dein Projekt auf verschiedene Art. Es folgt dann immer der folgende Dialog mit verschiedenen Auswahlmöglichkeiten:

  • TXT erzeugt eine Textdatei ohne Formatierungen.
  • RTF enthält Überschriften und Einrückungen.
  • PDF mit Schnittmarken. So erhälst du quasi deine Karten 1:1, die du nur noch ausschneiden musst.
  • PDF enthält wie auch RTF Überschriften und Einrückungen.
  • NDXCRD V4 ist das Format von Index Card. Ideal zum Austausch mit anderen IC4 Benutzern oder auch zur Datensicherung.
  • OPML lässt sich z.B. von einigen Mindmap-Programmen öffnen.
  • indexcard V3 ist das Format der Vorgängerversion.
  • SCRIV ist das Format der Wahl, wenn du dein Projekt mit Scrivener weiter bearbeiten möchtest.

 

Wenn du im Start Bildschirm auf das „+“ für eine „Neue Karte“ klickst, dann öffnet sich … eine neue Karte 😉 mit den folgenden Möglichkeiten:

  1. Die Farbe der Karte festlegen. Die Bezeichnung lässt sich im Einstellungsmenü festlegen, wie ich es zuvor schon geschrieben habe.
  2. Mit dem Häkchen bei „Entwurf“ beeinflusst du die Darstellung. Standardmäßig werden alle Karten als Entwurf angelegt. Wenn du später entscheidest, dass du an dieser Szene, bzw. Karte nichts mehr ändern möchtest, nimmst du einfach das Häkchen raus. Ab dann wird diese Karte in der Korkwand mit grauem Text versehen und ist leichter zu finden. Außerdem wird sie beim Export ausgelassen!
  3. Hier schaltest du auf die „Rückseite“ der Karte um und kannst weitere Notizen/Texte eingeben. Die Karte bekommt dann ein kleines Symbol in der Übersicht verpasst, sofern du das in den Einstellungen aktiviert hast.
  4. Dieser Bereich ist im Grunde selbsterklärend. Irgendwo muss ja der Titel der Karte und der Inhalt geschrieben werden. 🙂
  5. Soll die Karte ein Foto bekommen, dann kannst du hier eins auswählen oder mit der Kamera eins aufnehmen. Fotos werden in der Übersicht angezeigt, wenn der „Storyboard-Modus“ in den Einstellungen aktiviert ist.

 

Nach dem Klick auf „Bearbeiten“ kannst du eine oder mehrere Karten auswählen. Ausgewählte Karten bekommen rechts unten einen blauen Kreis mit einem Häkchen drin.

  1. Ausgewählte Karten werden dupliziert, also Kopien angelegt.
  2. Move verschiebt Karten in ein anderes Projekt.
  3. Hast du Karten innerhalb einen Kartenstapels ausgewählt, dann werden sie mit einem Klick auf diesen Button wieder im Hauptbildschirm als einzelne Karte abgelegt.
  4. Hier kannst du ausgewählte Karten einem bereits bestehenden Kartenstapel zuordnen oder auch einen neuen Kartenstapel anlegen.

Das war es auch schon. Du bist am Ende der kleinen Einführung zu Index Card angekommen. Ich hoffe, du konntest einen Einblick gewinnen, was die App für dich leisten kann oder hast vielleicht sogar noch einen Kniff mitgenommen, den du bisher noch nicht kanntest.
Noch Fragen oder Kommentare? Immer her damit. 😉

Links zum Artikel:

Das Keyboard 4 Professional Mac

Schon lange war ich mit der flachen Alu-Tastatur von Apple nicht mehr zufrieden. Das Schreibgefühl war irgendwie nicht meins. Früher war doch alles besser … aber was?

Ich erinnerte mich zurück an die alten Zeiten, und fing an zu recherchieren. Dann hatte ich die Lösung auch schon gefunden: Auf meinen ersten Rechnern hatte ich immer Tastaturen mit mechanischen Tasten.

Im Laufe der Jahre – bedingt durch diverse Systemwechsel – wechselten auch die Tastaturen.
Äußerlich waren sie sich immer ähnlich, aber die inneren Werte (Rubberdome vs. Mechanik) unterschieden sich doch gravierend. Man gewöhnt sich ja an alles. Leider!

Nun, meine Tastaturen waren schon immer im Dauereinsatz und haben entsprechend gelitten. Jetzt war vor Kurzem auch meine „Flache“ von Apple reif für den „iMer“.
Notgedrungen habe ich mich auf dem Markt der Tastaturen umgesehen und mich für die Tastatur von „Das Keyboard“ entschieden. Diese gibt es in den Varianten „Blue“ und „Brown“, womit die verwendeten Cherry-Taster bezeichnet werden. Ich habe zu der Variante mit den blauen Schaltern gegriffen, weil ich auf das „Klicken“ der Tasten nicht verzichten wollte.

Eine Entscheidung, die ich nicht bereut habe!

Denn „Das Keyboard 4 Professional“ ist DIE Tastatur für mich und meinen iMac!
Der Anschlag der mechanischen Tasten ist ein Traum. Außerdem habe ich eine voll kompatible Tastatur für meinen iMac gefunden und muss nicht mit „Windows“ Tasten leben. Man kann zwar mit Software wie „Seil“ und „Karabiner“ rumhantieren, um eine Tastatur aus der Windows-Welt für den Mac kompatibel zu zimmern. Aber wenn ich mir die Arbeit sparen kann, dann greife ich lieber zu der „Auspacken – anschließen – geht“ Lösung.

Als kleines Highlight dürfte das Drehrad für die Lautstärke gelten. Das finde ich einfach nur genial. Denn beim Schreiben höre ich gerne Musik, die mich beflügelt. Und die Anordnung der Mediatasten und dem besagten Drehregler finde ich zur Steuerung der Musik einfach nur super gelöst.
Nach getaner Arbeit genügt dann ein Druck auf den Halbmond und mein iMac fährt in den Ruhemodus. Total praktisch.

Blog_Das_Keyboard_MacBlog_.png
Wer ein Vielschreiber ist, und Wert auf eine gute Tastatur legt, der sollte sich die Tastatur mal anschauen (gibt es auch für Windows). Auch wenn ich sie erst kurz im Einsatz habe, kann ich sie schon mit guten Gewissen weiterempfehlen.

Für mich bietet „Das Keyboard 4 Professional“ folgende Vorteile

  • sie kommt ohne Batterien aus und das Anschlusskabel ist mit 1,8m mehr als ausreichend lang
  • sie bietet einen Nummernblock. Was habe ich ihn vermisst!
  • das „Klicken“ der Tasten machen mich beim Schreiben rasend – rasend schnell!
  • ein USB-Hub an der Tastatur, den man schnell und bequem erreichen kann.
  • sie ist schwarz

Einige dürfte der hohe Preis (€179,-) abschrecken. Für ein gutes Arbeitsgerät bezahle ich aber gerne etwas mehr. Schließlich ist die Lebensdauer der Taster mit 50 Millionen angegeben. Tastaturen mit Rubberdome haben meist nur eine Lebenserwartung von 5 Millionen Anschlägen. Wobei dort noch ein schleichender Verfall dazu kommt und das Schreibgefühl mit der Zeit immer schwammiger wird.

Und welche Tastatur nutzt du zum Schreiben? Hast du auch eine mit mechanischen Tasten oder nutzt du eine mit den Gummis unter den Tasten? Über deine Erfahrungen und einen entsprechenden Kommentar würde ich mich freuen.

Links zum Artikel:

Geschichten-Erfinder

Vor einigen Tagen prokrastinierte ich so vor mich hin und stolperte über ein interessantes Kartenspiel, das ich mir sofort bestellt habe.
Einen Tag später fand sich auch schon das Päckchen mit dem Kartenspiel bei mir zuhause und wurde sofort unter die Lupe genommen. Da es (nicht nur) für Autoren eine herrliche Beschäftigung ist, möchte ich es an dieser Stelle kurz vorstellen.

Was bekommt man?

Einen ganzen Stapel Karten, die sich aufteilen in die Kategorien:

  • Setting
  • Protagonist
  • Plot
  • Special

Der Lieferumfang im Überblick

 

Was macht man jetzt damit?

Nun, es gibt keine festen Regeln. Ob solo, oder ob man mit mehreren spielt, es kommen immer interessante Geschichten dabei heraus. Darum geht es ja schließlich, man wird zum Geschichten-Erfinder.
Man zieht also eine oder mehrere Karten aus den oben genannten Kategorien und erfindet dazu eine Geschichte. Ich finde, dieses Kartenspiel ist eine schöne Möglichkeit eine etwaige Schreibblockade zu lösen. Oder wie wäre es eine Kurzgeschichte zu den gezogenen Karten zu schreiben? Oder der Prokrastination ein Schnippchen zu schlagen und ihr einen Sinn zu geben? Auf jeden Fall eine schöne Kreativitätstechnik und (sinnvoller) Zeitvertreib.

Als Beispiel habe ich nachfolgende Karten gezogen:

  • Auf einem Dachboden (Setting)
  • Ein alter Koch (Protagonist)
  • Ein Geheimnis wird gelüftet (Plot)
  • Ein Zollstock spielt verrückt (Special)
  • Ein Ort ist nicht da, wo er sein sollte (Special)

Meine gezogenen Karten …

 

Die Geschichte könnte sich also um einen alten Koch gehen, der in die Küche geht. Aber die Küche ist nicht mehr da. Stattdessen findet er sich unerwartet auf einem Dachboden wieder, wo ein Zollstock ein Eigenleben entwickelt hat und völlig verrückt spielt. Er fängt den Zollstock ein und dieser spricht jetzt auch noch zu ihm … Wie kam es zu den Ereignissen auf dem Dachboden? Warum ist die Küche verschwunden? Und warum überhaupt ist es ein alter Koch? Als er die Küche betreten wollte, war er noch 23 Jahre jung. Fragen über Fragen … Schließlich wird dieses Geheimnis gelüftet.

Ich will jetzt keine Geschichte schreiben, aber das Prinzip dürfte klar sein. Gegebenenfalls zieht man weitere Karten und baut diese in seine Geschichte ein. Wie ich oben schon geschrieben habe, es gibt keine Regeln zu diesem Kartenspiel. Dank der vielfältigen Karten und deren möglichen Kombinationen, wird es immer eine Geschichte geben, die frisch erfunden darauf wartet, erzählt zu werden.

Unter diesem Artikel gibt es einen Link, wo man das Kartenspiel bestellen kann. Viel Spaß und ich freue mich auf eure Kommentare. Und vielleicht schreibt ja einer eine kurze Geschichte in die Kommentare, die er mit diesen Karten erfunden hat.

Links zum Artikel:

UPDATE: Der Artikel ist beim Hersteller nicht mehr lieferbar. Vereinzelt kann man ihn noch auf Amazon finden. Allerdings sind die Preise dafür inzwischen nicht ohne. 🙁

 

Aufschieberitis

Es ist Wochenende. Endlich hast du Zeit. Du sitzt hoch motiviert am Rechner und nun soll es losgehen. Der Roman, der dir seit geraumer Zeit im Kopf rumgeistert, soll zu Papier gebracht werden. Du träumst schon davon, wie du das fertige Buch für deine Leser auf Lesungen signierst. Die Verkaufszahlen sind gigantisch und finanziell hast du ausgesorgt. Dein Schreibprogramm ist geöffnet und du willst direkt loslegen, da gibt es das vertraute PLING deines Email-Programms – eine Email ist eingetroffen – die kannst du ja noch schnell lesen, dann geht es aber auch wirklich los. Na gut, noch eben rasch bei Facebook reinschauen, wenn du schon dabei bist. Twitter erledigst du natürlich auch gleich mit. Ein interessanter Link… das Telefon klingelt… und plötzlich sagst du dir: Morgen ist ja auch noch ein Tag!

Ablenkungen abschalten! Einfach mal das Netzwerkkabel abziehen, das Kabel vom Telefon gleich mit. Schild an die Tür: Bitte nicht stören! Simpel, aber wirkungsvoll.

Am nächsten Tag siehst du das Endprodukt förmlich vor Augen. Deinen Roman. 500 Seiten sollte er ja schon mindestens haben … eine Trilogie oder ein ganzer Zyklus wäre eigentlich noch besser …
Es ist ja klar, dass du den Roman nicht am Stück schreiben wirst. Aber am Ende liest den dann vielleicht doch niemand. Zweifel kommen auf und die vergeudete Zeit hättest du dann sinnvoller nutzen können. Da meldet sich dein Email-Programm wieder… PLING Ein Freund hat dir einen Link zu einem unterhaltsamen Youtube Video geschickt. Du klickst… Du sagst dir: Morgen, ja morgen geht es aber wirklich los.

Angst vor dem Erfolg?

Du kommst nach Hause. Ein 10-Stunden-Arbeitstag deines Brotjobs liegt hinter dir. Dein Schreibprogramm ist wieder geöffnet. Du gehst in Gedanken, nicht zum ersten Mal,  deine Geschichte durch. Noch bevor du ein Wort geschrieben hast, musst du zur Sicherheit nochmal in einen deiner Schreibratgeber nachschlagen, wie man die Sache mit dem Anfang am besten löst. Schreibe nicht über das Wetter, lasse deinen Protagonisten nicht aus dem Fenster schauen. Du willst schließlich keine Fehler machen. Du willst einen perfekten Roman abliefern.

Perfektionismus ist verkleidete Aufschieberitis. Werde unperfekter!

So ziehen die Tage und Wochen ins Land. Von deinem Roman ist noch kein einziges Wort geschrieben. Du könntest jederzeit anfangen … Aber ohne es zu merken, bist du in der Aufschieberitis-Falle gefangen.

Meine Lösungsvorschläge:

  • Anstatt gleich den Roman als Ganzes zu betrachten, solltest du ihn in kleine Teilaufgaben zerlegen. Entwickel deine Charaktere, plotte deine Handlung. Wenn du recherchieren musst, dann kommt das ebenfalls als Teilaufgabe auf deine Liste, die du Stück für Stück abarbeitest.
  • Gönne dir auch eine Belohnung, wenn du eine Teilaufgabe deines Romans erledigt hast. So bleibst du motiviert. Definiere diese Belohnungen aber vorher!
  • Schaffe dir Rituale (eine Tasse Kaffee zum Anfang, den Bleistift anspitzen, …). Das Gehirn lässt sich leicht in einen Zustand bringen, wo du quasi von selbst schreibst. Gewohnheit ist alles!
  • Schreibe nicht nach deinem Brotjob. Die meisten sind danach völlig ausgelaugt. Stehe täglich eine Stunde eher auf. Beginn dein Ritual und dann hau in die Tasten. Der frühe Vogel fängt den Wurm. Und der frühe Autor schreibt mehr Text.
  • Beseitige Zweifel. Wenn dir Ideen fehlen, dann nutze Kreativitätstechniken (z.B. die AIM), mangelnde Rechtschreibung kann man durch Lernen verbessern, ansonsten gibt es ja auch noch das Korrektorat.
  • Dein Roman muss nicht perfekt sein, denn den „perfekten Roman“ gibt es nicht. Du wirst immer Stellen finden, wo du nochmal eben was ändern musst. Hier ein Wort, dort ein Satz und der Roman wird und wird nicht fertig. Also werde unperfekter.

Bist du immer noch in der Aufschieberitis-Falle gefangen? Dann befreie dich JETZT. 😉
Über Kommentare freue ich mich natürlich auch zu diesem Thema.

Links zum Artikel:

NaNoWriMo 2014

In knapp zwei Wochen ist es wieder so weit. Dann startet der NaNoWriMo und weltweit wird wieder in die Tasten gehauen, um in 30 Tagen einen Roman mit 50.000 Wörtern zu schreiben.

Dieses Jahr wird meine dritte Teilnahme am NaNoWriMo sein. Und es wird Zeit einmal zurückzublicken, einen kleinen Ausblick zu wagen und eine Schnell-Checkliste aufzustellen, wie ich gut durch die 30 Tage komme.

Im Jahr 2012 schickte ich meinen “Der Maler” auf die NaNoWriMo-Reise. Ein blutiger Thriller, von dem ich nur den Anfang und das Ende im Kopf hatte. Die ganze Zwischenhandlung entstand im Laufe des Schreibprozesses. Improvisation pur, was mir die Angelegenheit auch nicht immer leicht machte. Nach dem NaNoWriMo 2012 hatte ich eine rohe Rohfassung vor mir liegen, deren Überarbeitung mühselig war.

Gut einen Monat vor Start des NaNoWriMo 2013 hatte ich mir Zeit genommen, und die Handlung von “Das Instrument” ausgearbeitet. Der Liebesroman wurde in seine Handlungsabschnitte aufgeteilt und ein grober Zeitrahmen erstellt, wann welcher Abschnitt fertig geschrieben sein musste, damit ich den NaNoWriMo erfolgreich zu Ende bringen konnte. Die Mission konnte ich erfolgreich abschließen.
Und gelernt habe ich daraus: Gut geplant ist halb geschrieben.

Der Roman liegt immer noch in seiner Rohfassung in meiner Schublade, da die Geburt meiner Tochter meine volle Aufmerksamkeit erforderte. Auch jetzt steht sie im Mittelpunkt. Und das Schreiben?
Ich bin schon seit jeher ein Frühaufsteher und habe eine gute halbe bis ganze Stunde geschrieben, bevor die Pflicht ruft. Unterwegs, oder in der Mittagspause auf der Arbeit, habe ich mein iPad parat. Auf diesem schreibe ich dann mit iaWriter an meinen Texten weiter. Zu diesem Zweck habe ich immer eine kompakte Bluetooth-Tastatur parat. Zwar schreibe ich auch auf der Touch-Tastatur relativ schnell, aber nichts ist besser als richtige Tasten.
Übrigens, mit Dropbox halte ich meine Dateien zwischen iPad und iMac synchron. So kann ich auf meinem iMac mit FocusWriter weiterschreiben und umgekehrt.
Eine weitere Lehre konnte ich ziehen: Nutze jede Minute zum Schreiben! Kleinvieh macht auch Mist. 😉

Für dieses Jahr habe ich mein NaNoWriMo-Projekt in 10 Kapitel aufgeteilt. So habe ich jeweils 3 Tage pro Kapitel zeit, um dieses mit jeweils 5.000 Wörtern abzuschließen.

Nun zu ein paar Punkten, über die man sich im Vorfeld im Klaren sein sollte – meine Schnell-Checkliste – um es sich beim NaNoWriMo nicht unnötig schwer zu machen:

  • Welches Genre soll bedient werden? Krimi, Thriller, ein Liebesroman? Oder doch lieber der Fantasyroman?
  • Welche Charaktere sollen in deinem Roman spielen? Hast du Namen festgelegt? Kennst du ihre Stärken und Schwächen, ihre Hobbys und weißt, wie sie aussehen? Weißt du wie deine Charaktere sprechen (wichtig für Dialoge)?
  • Welche Erzählperspektive willst du verwenden? Ich-Erzähler? Allwissender Ich-Erzähler? Dritte Person?
  • Wo spielt der Roman? In welchem Land? In einem Dorf, in einer Stadt? Oder auf einem Schiff, das mitten im Ozean treibt?
  • Wann spielt der Roman? Vergangenheit? Gegenwart? Zukunft? Willst Du Rückblenden verwenden? Bist du dir über den Handlungsablauf im Klaren?

Auf der technischen Seite empfehle ich den Zen-Editor “FocusWriter”, zum ablenkungsfreien Schreiben und der auch Funktionen, wie Tagesziele und Wörterzählung mitbringt.
Die „Dropbox“ sei all denen empfohlen, die auch auf ihrem Smartphone/Tablet unterwegs schreiben.

Bestimmt fallen dir noch weitere wichtige Dinge ein. Über einen Kommentar würde ich mich freuen. Was ist für dich wichtig? Welche Hilfsmittel nutzt du für den NaNoWriMo? Wo schreibst du? Wenn du möchtest, dann werde mein Writing-Buddy. Suche einfach nach „Saratxe“ auf der Seite von NaNoWriMo.

Ich wünsche dir einen erfolgreichen NaNoWriMo 2014

Links zum Artikel:

Das ABC des Schreibens

Anfangen! Kein Roman, keine Kurzgeschichte schreibt sich von selber. Also sag der Aufschieberitis ade und fang an.

Bücher lesen. Viele Bücher lesen. Nicht nur die Bücher der Mitbewerber, auch Fachbücher zu unterschiedlichen Themen inspirieren und bringen dich beim Schreiben weiter.

Charaktere entwerfen. Auch wenn du sie momentan vielleicht nicht benötigst. Es kann niemals schaden, eine große Sammlung an Charakteren in der Schublade zu haben. Irgendwann sagst du dir, in dieser Geschichte würde der Charakter XY hervorragend passen.

Datenbanken eignen sich ausgezeichnet zum Verwalten von Personen, Orten, Gegenständen, Ideen … es gibt keine Grenzen. Ich nutze seit einiger Zeit DEVONthink für mein Dokumentenmanagement, in der sämtliches landet, was ich irgendwann einmal erneut gebrauchen könnte. Dank der Suchfunktion finde ich alles ratzfatz wieder.

E-Books sind meiner Meinung nach die tollste Erfindung seit dem Buchdruck. Mit einem E-Book Reader habe ich meine Lieblingsbücher immer dabei, ohne das ich mich abschleppen muss.

Fokussieren, besonders beim Schreiben. Also nicht ablenken lassen. Ein Schreibprogramm, wie z.B. FocusWriter, hilft dir unter Umständen dabei mehr zu schreiben.

Gymnastikball – Häh? Ja, das ist mein voller Ernst. Meinen Bürostuhl habe ich seit einiger Zeit abgeschafft und sitze stattdessen auf einem Gymnastikball vor dem Schreibtisch. Endlich ein Ende mit dem verkrampften sitzen. Die Bewegung ist nicht nur für den Rücken gut, sondern bringt auch Schwung ins Hirn. Die Kreativität steigt.

Heldenreise – Wer sich mit dem Schreiben beschäftigt, der wird schnell auf dieses Thema stoßen. Viele erfolgreiche Geschichten machen sich dieses System zu Nutze. Dazu in einem zukünftigen Blog-Artikel mehr.

Ideensammlung anlegen und pflegen. Sie kommen und sind ganz schnell wieder verschwunden. Also sorge dafür, dass deine Ideen festgehalten werden. Diktiere sie in dein Smartphone, schreibe sie auf einen Papierfetzen oder meißel sie in Stein. Hauptsache deine Eingebungen gehen nicht verloren und bereichern deine Sammlung. Irgendwann wirst du sie brauchen.

Jahresabo der Zeitschrift Federwelt und/oder Textart. Diese Fachzeitschriften zum Thema Schreiben sollte jeder lesen, der sich ernsthaft mit dem Schreiben und Veröffentlichen befasst. Sie enthalten viele Anregungen und vielleicht schreibst du ja durch einen Tipp aus den Zeitschriften einen Jahrhundertroman. Hat nicht geklappt? Dann nicht jammern, sondern weiterschreiben!

Kreativitätsübungen gibt es jede Menge. Du steckst bei deinem Roman fest? Dann schreibe z.B. eine Kurzgeschichte über eine deiner Figuren. So bleibst du im Schreibfluss und vielleicht kannst du diese Geschichte später in deinem Roman verwenden.

Lektorat gehört zum Schreiben dazu und gibt deinem Roman den letzten Schliff. Viele Ungereimtheiten wirst du dank der Betriebsblindheit nicht selbst entdecken.

Menschen beobachten kann helfen deine Romanfiguren zu entwickeln. Welches Detail macht Person XY einzigartig? Wie würde Person YZ reagieren?

NaNoWriMo – 50.000 Wörter in einem Monat schreiben. Die Zeit läuft gegen dich und das macht es so spannend. Schaffst du es einen Romanentwurf in einem Monat zu schreiben? Selbst wenn nicht, die Erfahrungen die du beim NaNoWriMo machst sind unbezahlbar.

Orthografie ist wichtig, aber unterbreche nicht deinen Schreibfluss, nur weil einige Wörter rot unterkringelt sind. Am besten du schaltest die Rechtschreibprüfung ab. Deinen Entwurf wirst du noch überarbeiten und nochmal überarbeiten. Warum willst du Zeit mit der Korrektur von Wörtern verschwenden, in Textstellen, die bei der Überarbeitung vielleicht aus deinem Roman fliegen? Korrigieren kannst du immer noch am Ende.

Podcast anhören. Zufällig kenne ich einen Hervorragenden, der sich auch mit Schreibthemen befasst: Die SchreibDilettanten

Quälen gehört manchmal zum Schreiben dazu. Du wirst Tage haben an denen nichts gelingen will und du möchtest am liebsten alles in die Tonne werfen. Nicht aufgeben, weiterschreiben. Morgen ist ein neuer Tag und aufgetankt geht es wieder frisch ans Werk.

Radfahren ist Bewegung und Bewegung steigert die Kreativität. Komme bloß nicht auf die Idee, anstatt eines Sattels einen Gymnastikball auf das Rad zu montieren. Das wäre zuviel des Guten.

Schreiben, schreiben, schreiben. Trainiere deinen Schreibmuskel, indem du ihn regelmäßig einsetzt. Auch kleine Schritte führen zum Ziel.

Testleser finden. Irgendwann wirst du deinen Roman anderen zum Lesen geben müssen. Dann wird es hart werden. 10 Leser, 10 Meinungen. Du wirst hochgelobt und dann wieder auf den harten Boden der Tatsachen zurückgeholt werden. Aber es wird dir zeigen, wo im Text es noch hakt, wo du nochmal ran musst. Lass dich nicht entmutigen.

Überarbeiten wirst du deine Texte mehrfach. Zuerst nach dem Entwurf, dann nachdem die ersten Testleser deinen Text auseinandergenommen haben und dann nochmal beim Lektorat. Der Schritt vom Stück Kohle zum Brillanten ist hart. Aber sieht er nicht schön aus, wie er so strahlt?

Vakuum – Hmm, ich habe es im Kopf, aber ich komme nicht drauf. Irgendwann ist halt die Luft raus. Gib nicht auf. Mache eine Kreativitätsübung und zu deiner Verblüffung geht es dann doch wieder weiter. Und über kurz oder lang kommt ein Verlag … und verfilmt soll dein Buch auch werden … Toll!

Wach bleiben, oder schreibt sich dein Roman im Schlaf? Andererseits, vielleicht hast du im Traumland ja eine sensationelle Idee. Aber schreib sie dir bitte nach dem Aufwachen sofort auf.

X-beliebiges Buch aus dem Regal nehmen, wahllos eine Seite aufschlagen und inspirieren lassen.

Yoga verbessert unter anderem die Konzentration. Das kann beim Schreiben nicht schaden, oder?

Zeitmanagement hilft dein Ziel zu erreichen. Du hast keine Zeit zum Schreiben? Warum guckst du dann immer diese langweilige Sendung im Fernsehen? Warum stehst du auf dem Weg zur Arbeit mit deinem Auto lieber im Stau, anstatt mit der Bahn zu fahren, wo du in dein Notizbuch eine Geschichte aufschreiben könntest. Nebenbei wärst du imstande Menschen zu beobachten und in deine Romane einzubauen. Wenn man nur will, dann hat man jede Menge Zeit zum Schreiben.

Das war mein ABC des Schreibens.

Und wie sieht es bei dir aus? Fallen dir noch Dinge ein? Schreib mir doch einen Kommentar…

An dieser Stelle möchte ich noch Tim danken, der mich auf seinem Blog zu diesem Artikel inspiriert hat. 🙂

Links zum Artikel:

FocusWriter in 5 Minuten

FWI5MHinweise

Seit einiger Zeit empfehle ich FocusWriter für ablenkungsfreies Schreiben über meinen Twitter-Account. FocusWriter nutze ich seit ein paar Jahren. Warum? Weil das Schreibprogramm im Vergleich zu ähnlichen „Zen-Schreibprogrammen“ für verschiedene Betriebssysteme erhältlich ist. Die Oberfläche (obwohl man sie die meiste Zeit nicht sieht) ist immer gleich. Egal  ob ich FocusWriter auf meinem iMac oder auf einem Windows PC einsetze.

In diesem Tutorial möchte ich auf Funktionen und Einstellungen eingehen, die viele Fragen beantworten werden, die mich in der Vergangenheit erreichten.
Die Bildschirmfotos zeigen das Programm auf einem Mac. Die Menüs, bis auf das „Einstellungen“-Menü, befinden sich unter Windows an der gleichen Stelle. Beziehungsweise gibt es das „Einstellungen“-Menü, auf einem Mac, doppelt, was vermutlich auch zu den Fragen führt, die mich immer wieder erreichen.
In diesem Tutorial unterscheide ich deshalb auch zwischen „FocusWriter -> Einstellungen -> …“ und „Einstellungen -> …“ was aber nur die Mac-User betrifft. Windows Nutzer finden alle Einstellungen unter „Einstellungen -> …“ Logisch, oder? 😉
Jetzt aber genug der verwirrenden Worte, los geht’s.

Allgemeine Einstellungen

Unter „FocusWriter -> Einstellungen -> Allgemein“ findet man die Einstellungen zum Tagesziel. Du hast hoffentlich ein Tagesziel! 😉 Ich finde die Funktion unverzichtbar. Zum Beispiel beim NaNoWriMo, um auch wirklich die 50.000 Wörter in 30 Tagen (1.667 am Tag) zu schaffen.
Du hast jeden Tag nur 30 Minuten Zeit? Dann stelle diese Zeit als dein Tagesziel ein. Den Fortschritt deines Tagesziels kannst du sehen, sobald du mit dem Mauszeiger an den unteren Rand des Programmfensters kommst.

Kommen wir zu „FocusWriter -> Einstellungen -> Allgemein -> Bearbeitung“
„Immer mittig ausrichten“ bewirkt, dass die aktuelle Schreibposition immer in der Mitte des Bildschirms ist. Vergleichbar mit dem Schreiben auf einer Schreibmaschine, wo die aktuelle Zeile auch immer an derselben Position ist, während das Papier nach oben geschoben wird.
„Eingabemarkierung als Block darstellen“ habe ich bei mir ebenfalls aktiviert. Der Textcursor wandelt sich vom schmalen Strich zu einem dicken Block. So kann ich ihn besser erkennen. Das ist aber Geschmackssache und eine Frage der eigenen Sehstärke.
„Geglättete Schriften“ ist selbsterklärend. Pixelige Schriften werden geglättet und sehen dadurch besser aus.
Unter „Typographische Anführungszeichen“ stellt man seine gewünschten Zeichen ein. Diese Einstellung sollte auch keiner Erklärung bedürfen.
„Tippgeräusche“ habe ich bei mir deaktiviert. Wer unbedingt dem Klang einer alten Schreibmaschine lauschen möchte, der kann hier ein Häkchen machen.

Eine wichtige Funktion findet man unter „FocusWriter -> Einstellungen -> Allgemein -> Szenen“. Wer einen Roman mit FocusWriter schreibt, der sollte sich angewöhnen seine Szenen mit dem hier eingestellten Teiler zu markieren.

Zum Beispiel:

## Kapitel 1 – Das Treffen
[Hier dann der Text]
## Kapitel 2 – Der Anruf
[Hier dann wieder Text]
usw

Die so markierten Szenen tauchen auf der linken Seite des Programmfensters auf, sobald man mit der Maus in diesen Bereich kommt. Soll eine Szene verschoben werden, dann kann man einfach eine mit der Maus anklicken und mit festgehaltener Maustaste an die gewünschte Position ziehen.

Unter „FocusWriter -> Einstellungen -> Allgemein -> Speichern“ solltest du „Änderungen automatisch speichern“ angewählt haben. Auch die „Positon der Eingabemarkierung merken“ ist hilfreich. So befindet man sich nach einem Programm-Neustart an genau der Stelle, an der man mit dem Schreiben aufgehört hat.

Kommen wir zu „FocusWriter -> Einstellungen -> Statistiken“. Hier wird eingestellt, ob Wörter, Seiten usw gezählt werden sollen. Auch stellt man hier die Seitengröße ein, z.B. 1800 Zeichen für eine Normseite.

Die aktuelle Statistik siehst du, sobald du mit dem Mauszeiger an den unteren Rand des Programmfensters kommst.

„FocusWriter -> Einstellungen -> Allgemein -> Rechtschreibprüfung“ habe ich deaktiviert. Nicht weil ich fehlerlos schreibe, sondern weil mich die roten Kringel einfach nur ablenken und mich die korrekte Rechtschreibung bei einem Entwurf auch in keiner Weise interessiert. Wenn ich mit meinem Text inhaltlich zufrieden bin, kann ich die Funktion immer noch über die Symbolleiste oder das entsprechende Tastaturkürzel aufrufen und die Jagd nach Fehlern beginnen.

Unter „FocusWriter -> Einstellungen -> Symbolleiste“ kann man seine Funktionen an- und abwählen, die man in der Symbolleiste angezeigt bekommen möchte. Hier kann man z.B. die Rechtschreibprüfung ergänzen und zukünftig mit einem Klick starten.

Die Symbolleiste erscheint, sobald man mit dem Mauszeiger den oberen Rand des Programmfensters erreicht.

Damit die Symbolleiste auch erscheint, muss im Menü „Einstellungen“ das Häkchen bei „Symbolleiste zeigen“ gesetzt sein.

Wer Tastaturkürzel nutzen möchte, der kann unter „FocusWriter -> Einstellungen -> Shortcuts“ die entsprechenden Funktionen mit Tastenkombinationen belegen.

Design Einstellungen

Unter „Einstellungen -> Designs…“ kann man das Aussehen von FocusWriter seinem eigenen Geschmack anpassen. Klicke auf „Hinzufügen“ um ein Design zu erstellen, oder wähle ein bestehendes aus und gehe auf „Ändern“, wenn du es bearbeiten möchtest. Auch ein „Entfernen“ von Designs ist möglich, wenn es dir nicht mehr gefällt.

„Stil“ stellt Anzeige-Optionen bereit, wenn Du ein Bild als Hintergrund ausgewählt hast (dazu auf den leeren Rahmen klicken). Bei „Farbe“ wählst du die Farbe für den äußeren Bereich.

In den Einstellungen für den „Vordergrund“ kann man ebenfalls eine Farbe auswählen. Persönlich habe ich bei Vorder- und Hintergrund dieselbe Farbe eingestellt.
Bei „Größe“ stellt man die Breite ein, die als Schreibfläche genutzt werden soll.

Unter „Text“ stellt man die Farbe des Textes ein und welche Schriftart man verwenden möchte. Diese Einstellung vermutet hier offenbar niemand, da dies die meist gestellte Frage ist. „Wo stelle ich die Schriftart ein?“ Die Frage ist hiermit beantwortet. 😉

Und weitere Einstellungen finden sich unter „Abstände“.

Alle Einstellungen unter „Einstellungen ->Design…“ hängen vom persönlichen Geschmack ab. Daher sollte jeder ausprobieren, wie sich Einstellungen auf die Darstellung des Textes auswirken. Einfach einen langen Text laden und mit den Optionen rumspielen. Vergeude damit aber nicht zu viel Zeit. Schließlich willst du ja auch noch einen Roman schreiben. 😉

Weitere Funktionen

Ein Blick ins „Bearbeiten“-Menü. Zwei Menüpunkte kurz erklärt.
„Rohtext einfügen“. Im Gegensatz zum normalen „Einfügen“, werden hier alle Formatierungen des Textes aus der Zwischenablage vor dem Einfügen entfernt.
Dann noch zu „Szene auswählen“. Du erinnerst dich an die Verwendung des Teilers, der Standardmäßig als zwei Rauten ## eingestellt ist? Egal wo du dich im Text befindest. Mit „Szene auswählen“ wird genau die Textstelle markiert, die mit einer ## eingeleitet wurde und reicht bis zur nächsten Markierung, sofern vorhanden. Einfach ausprobieren.

Unter „Einstellungen -> Hervorgehobener Text“ stellt man das Verhalten der Textdarstellung ein. Hervorgehoben wird immer der Text, in der sich der Textcursor befindet.

Unter „Werkzeuge -> Wecker“ kann man sich von FocusWriter zu einer festgelegten Uhrzeit oder nach einer bestimmten Zeitdauer wecken, bzw. erinnern lassen. So lässt sich z.B. leicht die Pomodoro Technik zum Schreiben nutzen.

Schlußworte

Geschafft. Du bist am Ende meines Tutorials für FocusWriter angelangt. Ich hoffe, dir konnte diese kleine Funktionsübersicht weiterhelfen.
Hast du noch Fragen, Anmerkungen, Lob oder Kritik? Ich freue mich über deinen Kommentar.

Eine letzte Bitte:
FocusWriter kann kostenlos runtergeladen werden. Wenn dir das Programm gefällt, dann lasse dem Programmierer ein Trinkgeld zwischen 1$ und 20$ über Paypal zukommen. Danke. 🙂

Links zum Artikel: