MARCUS JOHANUS | THRILLER AUTOR

Harmlos wirkende Wörter, die wir im Alltag gerne und gefahrlos benutzen, können in einem Roman viel Schaden anrichten. Zu ihnen gehören »ziemlich«, »vielleicht« und »eigentlich«. Sie wirken unscheinbar, sind aber brandgefährlich.

Zunächst einmal sind sie ganz normale Wörter, so wie jedes andere auch, also sind sie weder gut noch schlecht. Das bedeutet: Es kommt darauf an, was man mit ihnen macht.

Natürlich kann und sollte ich sie als Autor auch benutzen. Ich muss mir nur bewusst sein, was ich mit ihnen bewirke. Und eben diese Wirkung unterschätzt man als Autor schnell, da wir im Alltag »ziemlich«, »vielleicht« und »eigentlich« sehr häufig benutzen, ohne uns was dabei zu denken.

Gerade im alltäglichen – vor allem im mündlichen – Sprachgebrauch sind »ziemlich«, »vielleicht« und »eigentlich« häufig Füllwörter. Deswegen überhören wir sie meistens. Wir nehmen sie in der Regel nicht ernst. Erst in bestimmten Situationen entfalten sie plötzlich eine Dynamik, die unangenehm werden kann.

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Quelle: MARCUS JOHANUS | THRILLER AUTOR