NaNoWriMo 2014

In knapp zwei Wochen ist es wieder so weit. Dann startet der NaNoWriMo und weltweit wird wieder in die Tasten gehauen, um in 30 Tagen einen Roman mit 50.000 Wörtern zu schreiben.

Dieses Jahr wird meine dritte Teilnahme am NaNoWriMo sein. Und es wird Zeit einmal zurückzublicken, einen kleinen Ausblick zu wagen und eine Schnell-Checkliste aufzustellen, wie ich gut durch die 30 Tage komme.

Im Jahr 2012 schickte ich meinen “Der Maler” auf die NaNoWriMo-Reise. Ein blutiger Thriller, von dem ich nur den Anfang und das Ende im Kopf hatte. Die ganze Zwischenhandlung entstand im Laufe des Schreibprozesses. Improvisation pur, was mir die Angelegenheit auch nicht immer leicht machte. Nach dem NaNoWriMo 2012 hatte ich eine rohe Rohfassung vor mir liegen, deren Überarbeitung mühselig war.

Gut einen Monat vor Start des NaNoWriMo 2013 hatte ich mir Zeit genommen, und die Handlung von “Das Instrument” ausgearbeitet. Der Liebesroman wurde in seine Handlungsabschnitte aufgeteilt und ein grober Zeitrahmen erstellt, wann welcher Abschnitt fertig geschrieben sein musste, damit ich den NaNoWriMo erfolgreich zu Ende bringen konnte. Die Mission konnte ich erfolgreich abschließen.
Und gelernt habe ich daraus: Gut geplant ist halb geschrieben.

Der Roman liegt immer noch in seiner Rohfassung in meiner Schublade, da die Geburt meiner Tochter meine volle Aufmerksamkeit erforderte. Auch jetzt steht sie im Mittelpunkt. Und das Schreiben?
Ich bin schon seit jeher ein Frühaufsteher und habe eine gute halbe bis ganze Stunde geschrieben, bevor die Pflicht ruft. Unterwegs, oder in der Mittagspause auf der Arbeit, habe ich mein iPad parat. Auf diesem schreibe ich dann mit iaWriter an meinen Texten weiter. Zu diesem Zweck habe ich immer eine kompakte Bluetooth-Tastatur parat. Zwar schreibe ich auch auf der Touch-Tastatur relativ schnell, aber nichts ist besser als richtige Tasten.
Übrigens, mit Dropbox halte ich meine Dateien zwischen iPad und iMac synchron. So kann ich auf meinem iMac mit FocusWriter weiterschreiben und umgekehrt.
Eine weitere Lehre konnte ich ziehen: Nutze jede Minute zum Schreiben! Kleinvieh macht auch Mist. 😉

Für dieses Jahr habe ich mein NaNoWriMo-Projekt in 10 Kapitel aufgeteilt. So habe ich jeweils 3 Tage pro Kapitel zeit, um dieses mit jeweils 5.000 Wörtern abzuschließen.

Nun zu ein paar Punkten, über die man sich im Vorfeld im Klaren sein sollte – meine Schnell-Checkliste – um es sich beim NaNoWriMo nicht unnötig schwer zu machen:

  • Welches Genre soll bedient werden? Krimi, Thriller, ein Liebesroman? Oder doch lieber der Fantasyroman?
  • Welche Charaktere sollen in deinem Roman spielen? Hast du Namen festgelegt? Kennst du ihre Stärken und Schwächen, ihre Hobbys und weißt, wie sie aussehen? Weißt du wie deine Charaktere sprechen (wichtig für Dialoge)?
  • Welche Erzählperspektive willst du verwenden? Ich-Erzähler? Allwissender Ich-Erzähler? Dritte Person?
  • Wo spielt der Roman? In welchem Land? In einem Dorf, in einer Stadt? Oder auf einem Schiff, das mitten im Ozean treibt?
  • Wann spielt der Roman? Vergangenheit? Gegenwart? Zukunft? Willst Du Rückblenden verwenden? Bist du dir über den Handlungsablauf im Klaren?

Auf der technischen Seite empfehle ich den Zen-Editor “FocusWriter”, zum ablenkungsfreien Schreiben und der auch Funktionen, wie Tagesziele und Wörterzählung mitbringt.
Die „Dropbox“ sei all denen empfohlen, die auch auf ihrem Smartphone/Tablet unterwegs schreiben.

Bestimmt fallen dir noch weitere wichtige Dinge ein. Über einen Kommentar würde ich mich freuen. Was ist für dich wichtig? Welche Hilfsmittel nutzt du für den NaNoWriMo? Wo schreibst du? Wenn du möchtest, dann werde mein Writing-Buddy. Suche einfach nach „Saratxe“ auf der Seite von NaNoWriMo.

Ich wünsche dir einen erfolgreichen NaNoWriMo 2014

Links zum Artikel:

8 Antworten auf „NaNoWriMo 2014“

  1. Ich sammele für meine Kapitel im Vorfeld ein paar Bilder auf Pinterest. Das können Personen sein, Orte oder Gegenstände – irgendwas, was so aussieht, als wenn es in meinem Kapitel vorkommt. Mir hilft das in Schreibflauten, weil ich aus einer Beschreibung immer besser in die Handlung komme.
    Ich gebe zu, die meisten der ausschweifenden Beschreibungen fliegen später in der Überarbeitung raus oder werden drastisch gekürzt, aber dann haben sie ihre Schuldigkeit getan und im Nano Wörter ergeben und im Roman die nachfolgende Handlung inspiriert.
    Außerdem brauche ich write or die – das Tool, das einen zwingt zu schreiben und Dragon Speech – die Lösung, damit ich unterwegs im Auto noch schnell 100 Worte diktieren kann.

    1. Hallo Kirsten,

      viele Dank für deinen Kommentar.
      Pinterest nutze ich auch als Ideenpool, aber nicht nur beschränkt auf das Schreiben.
      Das Tool „Write or die“ kenne ich, aber für mich persönlich ist das nichts. Ich brauche zwischendurch immer meine kurzen Pausen und wenn ich dann mit ansehen müsste, wie mir wieder alles gelöscht wird… dann würde ich wohl wirklich sterben. 😉
      Viel Erfolg beim NaNoWriMo. 🙂

      Gruß
      Sascha

  2. Hi Sascha,

    Wir sind uns auf Twitter schon mehrfach begegnet und jetzt erst habe ich diesen tollen Artikel entdeckt. Ich bin gespannt auf dein Werk. Dieses Jahr habe ich auch nur den Beginn und das Ende im Kopf.

    1. Dieses Jahr bin ich besser als die Jahre zuvor an den Start gegangen. Vorbereitung ist beim Nanowrimo meiner Meinung sehr wichtig. Aber auch mit einem Anfang und einen Ende kann man den Monat erfolgreich abschließen. Alles ist möglich. 😉
      Dir noch viel Erfolg. Die Hälfte haben wir ja fast schon wieder geschafft.
      Gruß
      Sascha

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